Knatter-Bunaken
2026-08-07 von frischnetz | Comments (0)
2026-07-07, Bunaken, Sulawesi Utara: Was bisher geschah:
Am 2026-07-05 sind wir nach dem Frühstück mit einem Grab-Fahrer an einen etwas abseits gelegenen Anleger gefahren, den wir schon vom letzten Mal als den nächsten Abfahrtspunkt nach Bunaken kannten. Die Unterkunft hatte zwar am Tag vorher geschrieben, wir müssten nur Bescheid sagen, sie holen uns überall jederzeit ab, wir müssten es nur schreiben. Dann waren sie aber leider während der Fahrt zum Anleger nicht erreichbar und so kamen wir am Anleger an und wussten nicht, ob das irgendwie noch klappt mit der Überfahrt. Irgendwann sind die dann aber doch noch aufgewacht und haben uns ein kleines Boot geschickt, das uns in gut 20 Minuten sicher, aber voll salziger Gischt an den Strand vor dem Guesthouse gebracht hat (Experten tragen für so eine Überfahrt natürlich wassertaugliche Sandalen). Erklärung für die Verzögerung war, dass hier andauernd Strom und Internet ausfallen und sie waren daher abgeschnitten.
Wir haben ein sehr schönes Zimmer mit Balkon und so unmittelbarem Seeblick, dass man bei Flut mit Anlauf tatsächlich ins Wasser springen und sich dabei die Beine brechen könnte. Ersteres wäre toll, letzteres aber unschön, weil wir unsere Beine noch hin und wieder verwenden, daher haben wir doch immer die Treppe genutzt.
Wir haben dann nicht mehr viel mehr gemacht, als auszuruhen und das gute Essen hier zu genießen, welches im Zimmerpreis enthalten war.
2026-07-06: Morgens gab es zwei Tauchgänge mit dem Boot, einmal an Ron’s Point (leider mit nerviger Strömung, gegen die wir andauernd gegenan schwimmen mussten, das hat auch der Hai nicht mehr rausgerissen) und eine bei Lekuan 3, die im Gegensatz dazu sehr sehr entspannt war, eine schöne Wall mit vielen Turtles, schönen Korallen, Nudies und allem sonstigen, was hier dazugehört. Das Wasser war sehr angenehm, gute Sicht und 60 Minuten Divetime.
Nachmittags haben wir rumgegammelt, sind später dann nochmal um die Südspitze der Insel herum gegangen, um den Sonnenuntergang hinter Manado Tua (der Vulkaninsel) zu betrachten und haben einen Mango-Saft in einem kleinen Resto getrunken.
2026-07-07: Heute war ein No-Flight-Day (man darf nach dem Tauchen eine gewisse Zeit nicht fliegen, damit es keine Probleme mit dem zusätzlichen Stickstoff im Blut gibt). Also wieder gammeln. Wie furchtbar … Für den Nachmittag haben wir uns einen ziemlich schrottigen Roller gemietet (keine Rückspiegel, klapprig, kaum funktionierende Bremsen) und sind die einzige richtig lange »Straße« (eigentlich ein geplasterter Weg) 5km bis ans andere Ende der Insel gefahren. Es ging wieder durch nette kleine Dörfer und an einzelnen Häusern und auch mehreren Taucher-Unterkünften vorbei, vor allem aber durch viel Grün.
Aus nostalgischen Gründen haben wir auf etwa der Hälfte der Strecke eine Abzweigung genommen, einen kleinen 750m Trampelpfad mit vielen Wurzeln mitten durch einen Wald zum Panorama backpackers, unserer Unterkunft von vor vier Jahren. Hier war um diese Zeit nicht viel los, aber wir haben kurz die Besitzerin getroffen, die sich noch an uns erinnern konnte. Es fiel wieder auf, wie ruhig diese Unterkunft im Vergleich zum Gewusel im Hauptort ist. Nach einer Cola ging es dann wieder in den Wald.
Am Ende der Insel gab es dann noch ein kleineres Dorf mit vielen freundlichen Menschen, einer wieder architektonisch originellen Kirche (wie sie in Sulawesi üblich sind) und einem längeren Anleger mit nettem Blick auf den Rand des Saumriffes. Auf dem Rückweg haben wir an der höchsten Stelle der Insel noch einen netten Aussichtspunkt gefunden, genau zeitlich passend, um die Sonne hinter Manado Tua verschwinden zu sehen.
In gut einer halben Stunde sind wir dann in der Dämmerung wieder nach Hause gefahren. Der von Bäumen sehr stark überwucherte Weg wirkte dabei fast wie ein dunkler Tunnel. Das war jetzt also wirklich unsere letzte Moped-Tour dieses Jahr. Schnüff!
Im Hauptort war wieder der Strom ausgefallen, aber viele Restos und Guesthäuser haben praktischerweise Dieselaggregate, welche die Dunkelheit mit einem romantischen Knattern erfüllen. Aber so konnten wir dann wenigstens noch mehrere Mangosäfte trinken.
Als wir in der Unterkunft ankamen, war der Strom wieder da und wir hatten beim gemeinsamen Abendbrot wieder interessante Gespräche mit den niederländischen, schweizer und Italienischen Gästen. Das ist wirklich immer eine nette Sache in den Dive-Bases.
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