Ein See und viel Dampf
2026-08-03 von frischnetz | Comments (0)
2026-08-03, Tomohon, Minahasa, Sulawesi Utara: Nach einem gemächlichen Start sind wir heute etwa 80 km durch die Gegend um Tomohon geknattert. Für diese Tour haben wir jeweils einen eigenen fahrbaren Untersatz genommen, das ist doch um einiges bequemer. Allerdings kommen wir uns auch ganz schön verwöhnt vor, wenn man dann Indonesische Familien sieht, die zu viert auf einem Roller fahren …
Als erstes haben wir in einer Werkstatt den Luftdruck des Rollers von gestern prüfen lassen, denn der zog in den Kurven ziemlich zur Seite. Der Mitarbeiter prüfte den Druck zwar nur durch Druck auf den Reifen, aber füllte dann reichlich Luft nach. Und tatsächlich war das Ziehen dann weg.
Es ging dann nach Osten, teilweise auf der selben Strecke, die wir schon zum Mahawu gefahren sind. Wir sind dann noch weiter bis nach Tondano, einer kleinen Stadt, die nördlich des gleichnamigen Sees liegt. Wir haben hier ein kleines, moderneres Café (mit unglaublich zerfetzten Sofas) für eine Stärkung gefunden: Berliner mit Tiramisù-Füllung bzw. mit Lotus-Topping. Die Luft war hier, auf ca. 700m Höhe perfekt: trocken und genau in der richtigen Temperatur, dazu blauer Himmel und leichter Wind.
Dann ging es an der Ostseite nach Süden. Hier kam man auch etwas näher ans Ufer ran und konnte unzählige Bambus-Konstrukte sehen, die wie umgefallene Baugerüste im See lagen: Fischfarmen, teilweise mit Stelzenhäusern. Die Dörfer sahen aufgeräumter aus als z.B. im Süden Sulawesis und hatten oft ganz nette alte Holzhäuser auf Stelzen.
Um etwas Überblick über den großen See zu bekommen, sind wir an einer Stelle eine Straße die Berge raufgefahren, weil zumindest auf Maps dort ein Aussichtspunkt sein sollte, den haben wir aber nicht gefunden. Die Straße war allerdings sehr schön: schmal, aber gut ausgebaut und direkt durch eine waldige, bergige Landschaft. Wir wären sie gerne noch viel weiter gefahren, aber dann hätten wir praktisch bis zur anderen Küste fahren müssen, weil es vorher keine Abzweigungen gab. Das hätte dann leider doch etwas den Rahmen gesprengt.
Also wieder zum See und weiter rum. Wann immer es ging, sind wir in den kleinen Dörfern in kleineren Staßen parallel zur Hautstraße gefahren, um sie uns etwas anzusehen. In Langoan, der nächsten größen Stadt haben wir wieder ein Café gefunden und eine weitere Kaffee-Ladung und einen Snack nachgetankt.
Über das kleine Dorf Pulutan, in dem sehr viele Töpfer leben, die Tonschalen, -Krüge usw. vor ihren Häusern anbieten, sind wir dann eine sehr nette, kleinere Strecke wieder nach Hause gefahren. Auf dem Weg haben wir wieder viele Stellen gesehen, an denen große weiße Dampfwolken aufstiegen und Rohre, die Fernwärme transportieren. Ein kleines Geothermalkraftwerk mit 2×10 MW haben wir uns auch etwas näher angesehen: Bunte Rohre und Kabel überall, Dampfen und Zischen. Man merkt, dass die ganze Gegend hier eigentlich eine Caldera ist.
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