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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Kleine Viecher und verworrene Wege

2026-07-29, Makawidei, Sulawesi Utara: Gleich nach dem Frühstück sind wir zu zwei Tauchgängen in die Lembeh-Strait hinausgefahren, jeweils nur ein paar Minuten, aber mit wirklich einem sehr geräumigen Boot, welches die wir diesmal ganz für uns hatten (und der Crew und dem Dive-Guide). Die Lembeh-Strait ist bekannt für Muck-Diving, als Tauchen auf sandigem oder schlammigen Grund. Das sieht zwar erstmal sehr unattraktiv aus, aber dafür kann man auf solchen Böden sehr viel mehr interessanten Kleinkram finden: Nudis, Seepferdchen, Zwergseepferdchen, Krabben und Garnelen, Schmuck-Geisterpfeifenfische, Strudelwürmer, Seenadeln, Anglerfische, Octopussys und so weiter. Und all das haben wir auch gesehen! Beweisfotos anbei.

Nach zwei sehr entspannten und lohnenden Tauchgängen haben wir einen Happen Rendang gegessen, uns ausgeruht und sind nachmittags nochmal ein paar Minuten nach Norden zu einer Mischung aus Aussichts- und Picknickpunkt, Wandergebiet, Sehenswürdigkeit und Naturschutzgebiet gefahren. Nach einem Eintritt stellten wir fest, dass das Gebiet von einer Reihe von Wegen durchzogen ist, die die Indonesier natürlich nur mit Moped durchfahren, obwohl sie eigentlich nach Fußwegen aussehen und durch den Wald oder durch Graslandschaften gehen. Es gab eine Lagune, einen Anleger mit Ausflugsbooten, eine schwarzen Strand aus rundgeschliffenen Lavasteinen mit kleinen Kaffeebuden, Aussichtspunkte, verlassene Infozentren usw. Die Wege waren teilweise extrem schlecht, steil, voller Geröll und auch Sand. Teilweise waren es aber auch frisch geplasterte Wege mit Blindenleitlinien. Alles sehr uneinheitlich. Nach einer kleinen Kaffeepause am Lavastrand sind wir einen unbefestigten Sandweg durch ein Gebiet mit hohem Seegras gefolgt. (Es gab Moped-Spuren!) Auch dieser Weg war schlecht, aber wir kamen voran. Plötzlich zweigte ein exzellent gepflasterter schmaler Weg ab. Laut OSM sollte er zum Lavafeld führen. Es schien auch zu klappen, wenngleich es etwas verdächtig war, dass der neue Weg teilweise schon ziemlich überwuchert war. Wir zogen also die Visiere runter und raschelten weiter, konnten das Lavafeld schon sehen … und dann standen wir vor einer Treppe nach unten und lachten nur noch … Also wirklich alles wieder zurück. Grumpf. Beinahe hätten wir auf dem letzten Abschnitt auch noch eine schwarze, etwa 2m lange Schlange überfahren, die gerade den Weg überquerte, vermutlich eine Celebes-Schwarzschwanznatter. Und auch ein paar Indonesier kamen uns auf dem Weg mit ihrem Moped entgegen. Die werden sich schön wundern.

Laut Karte gab es aber auch noch einen anderen Zugang zum Lavafeld und das haben wir dann nach einem großen Bogen Umweg auch leicht gefunden. Das Lavafeld ist von 1839, dem letzten Ausbruch eines Nebengipfels (Gunung Batu Angus) des Gunung Tongkoko und wird von einem Bohlenweg überspannt. Und in der Mitte des Weges posierten und fotografierten sich die beiden Indonesier, die vorhin an uns vorbei ins Nichts gefahren waren. Turns out: wir hätten nur die Treppe runtergehen müssen, obwohl das alles total zugewuchert aussah. Grumpf (2) …

Über die schön durch den Wald rauf- und runtergehende Strecke sind wir dann wieder uns Hotel gefahren und haben den Abend mit Ayam Bumbu (nach Minahasa-Art) und Rahang Tuna Bakar (gegrillter Thunfischkiefer) beendet.


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