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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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»Remember my name!«

2026-07-17, Bira, Sulawesi: Abreisetag. Wir packen unseren inzwischen wie durch eine Explosion in alle Ecken der Hütte verteilten Sachen, rollen und stopfen und füllen die Rücksäcke. Und dann sitzen wir noch eine Weile wehmütig auf der schönen Plattform mit Blick über die Bucht. Die meisten Leute sind ausgeflogen (oder ausgetaucht), gut, dass wir uns schon gestern Abend verabschiedet haben.

Um 12 holt uns der Wagen ab und wir schaukeln die nächsten fünf Stunden über die sich zunehmend füllende Landstraße nach Makassar. Es gibt diverse Felder zur Salzgewinnung und auch noch etwas Pinisi-Bau an der Küstenstraße. Das Salz kann man dann direkt an der Straße an kleinen Ständen kaufen. In großen Säcken, kleinen Beuteln, aber auch als milchige Lake in alten Plastik-Wasserflaschen. Taugt nicht so richtig als Mitbringsel.

Am selben Stand wie bei der Hinfahrt gab es einen Futterstop mit ganz gutem, simplen indonesischen Buffet für sehr wenig Geld.

Durch Makassar ging es dann wieder nur recht zäh voran und man merkte erstmal, dass das doch eine ganz schön weitläufige Stadt ist. Wir haben die Koffer bei dem Büro des Reisebüros abgestellt und wurden dann gleich erstmal von der sehr quirligen fünfjährigen Tochter in Beschlag genommen, die ziemlich gutes Englisch sprach und uns erstmal mit einem flugs angefertigten Bild von uns beiden, einem Regenbogen, einem Taxi und Wolken und Sonne bedachte. Sie schrieb nur noch schnell ihren Namen auf die Rückseite (Thaneeza). 

Wir hatten noch ein paar Stunden Zeit und wollten die nicht am staubigen Busbahnhof (eigentlich eher ein unbefestigter großer Parkplatz) verbringen und haben mit einem Grab eine recht neue Mall besucht. sie war etwas ungewöhnlich, weil sie nicht geschlossen und airconditioned war, sondern die warme Luft noch hindurchströmte. Interessanterweise hatte sie auf fast jedem Stockwerk auch eine professionelle Sportstätte. Es gab Indoor-Tennis, Indoor-Radfahren, Fechten usw. Und auf den Dachterassen eine laute Ecke mit enthusiatischem Aerobic/Jazztanz, einen One-on-one Basketballwettbewerb und eine Skatezone. Das ganze war gleichzeitig Einkaufszentrum und Sportzentrum, Restaurantecke und Dorfplatz. Ganz nette Idee eigentlich.

Wir haben uns in einen edel-kühlen »Bad Place for Diet« zurückgezogen, Kaffee und Kuchen konsumiert und dann auch festgestellt, dass diese Mall natürlich auch eine Musholla mit Muezzin enthält.

Zum Abendessen sind wir runter ins Erdgeschoss und haben Dory-Backfisch und Pommes gegessen (erstaunlich gut!) und sind gut gesättigt mit einem sehr gut gelaunten Grab-Fahrer wieder zum Bus gefahren.

Der Nachtbus hat schmale Liegesitze, die so halbwegs bequem sind (man kann die Füße leider nur in einen engen Keil stecken), aber so kann man wenigstens die fast 10 Stunden gut verpennen, trotz ausreichenden Gerüttels.

Als wir die Koffer geholt und uns von Thaneeza verabschiedet hatten (die uns ihren kleinen Löwen zeigte) und in den Bus stiegen, rief sie uns laut hinterher: »Remember my name!« – Werden wir, Thaneeza, werden wir!


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