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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Doppeltes Cave-Diving

2026-07-15: Bira, Südsulawesi: Wieder ein Tauch-Tag. Leider wurde das Wetter leider immer etwas schlechter, weshalb die Überfahrt zur Dive-Site vor der Insel gegenüber auf unseren kleinen Tauchbooten sehr sehr holperig und jede Menge Gischt duschte uns im kalten Wind. Auf dem sehr schwankenden Boot seine Ausrüstung anzulegen und durchzuchecken, ist auch so eine Sache. Nach dem Backroll in das phantastisch türkisblaue Wasser und dem Abtauchen geht es dann meistens.

Zumindestens solange man sich in der Mixed-Layer befindet, der ist einigermaßen warm, aber dann kommt eine Sprungschicht mit bis zu drei Grad kühlerem Wasser. Und auch wenn drei Grad nach nichts klingen, unter Wasser ist das eine Menge. Manchmal unterscheidet schon ein Grad zwischen einem entspannten Tauchgang und permanentem Bibbern.

Wir hatten also eher Bibbern. Aber dies war trotzdem eine der besten Divesites überhaupt: Eine Wall mit einer großen Höhle auf der einen Seite, Deep Blue auf der anderen. Viele Haie, Muränen, gesunde Korallen mit dem ganzen Aquariumssortiment, riesige Tunas, kleine Nudis, schwer zu entdeckende Skorpionfische usw. Einfach aus allen Kategorien etwas.

Den zweiten Tauchgang habe ich dann leider geskippt, weil ich doch noch etwas zu angeschlagen war und habe mir statt dessen auf dem schwankenden Boot einen schönen Sonnenbrand geholt. Ist ja auch mal was.

Nach dem ganzen Ausplünnen, Durchspülen und Aufhängen der Ausrüstung haben wir wieder erstmal Pause gemacht und sind dann nachmittags nochmal mit unseren Rollern, Scoopy und Beat, losgefahren, diesmal zu einer Höhle, Guah Laeng Passea, etwa 30 Minuten von hier. Die Straße zum nahegelegenen Dorf, war OK, hatte aber diverse Schlaglöcher, zur Höhle führte dann aber eine immer besser werdende, neue, breit geteerte Straße. Wir standen dann vor einem breiten Loch in der Erde, mit Bäumen drum herum. Es gab keinen Eintritt oder richtige Absperrungen, man konnte einfach die Treppe hinunter in das Loch steigen und dann in die riesige Halle dahinter treten, die noch ein weiteres, aber schmaleres Luftloch in der Decke hat und dafür sorgt, dass zwei Bäume in der Halle wachsen. Schöne, grüne Stalagmiten und Stalatiten stehen am Boden, bzw. hängen an der Decke.

Laut eines Schildes diente diese Höhle früher u.a. auch als Begräbnisstätte und als Versteck für komplette Dörfer während einiger Konflikte. Da wohl alles derzeit konfliktfrei hier ist, waren wir hier die einzigen.

Auf dem Rückweg durch die kleine Ortschaft haben wir noch einen kleinen Umweg gemacht, um die vielen kleinen Stelzenholzhäuser zu sehen. Alle unterschiedlich bemahlt und meistens mit Leuten aller Altersstufen davor, die uns praktisch alle freundlich begrüßt und angelächelt haben. Und natürlich mussten wir oft erklären, dass wir »Jerman« sind, was meistens mit »Oh, dari Jerman!« und anerkennenden Blicken beantwortet wurde.

Auf dem Rückweg haben wir uns an einem der drei hier direkt nebeneinander stehenden ATMs mehrere Millionen Rupiah geholt und sind zum Abendessen (superleckeres Ayam Bumbu Bali) zum Blue Planet zurückgekehrt.


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