Still not the best …
2026-07-07 von frischnetz | Comments (0)
Jakarta, Indonesien, 2026-07-05: nach einer Erixx- und einer Kielius-Fahrt sowie zwei zwei recht reibungslosen Flügen mit Etihad, sind wir mit nicht mehr funktionierenden Frisuren angekommen und haben uns sehr gewundert, dass mit unserem vorab gebuchten 60-Tage-Visum und der vorab ausgefüllten Einreiseerklärung die Immigration hier durch jeweils einmaliges Anhalten seines Telefons und seines Reisepasses an einen Scanner alles erledigt war und wir um so mehr Zeit hatten, am Gepäckband zu stehen. Immerhin konnten wir die Zeit sinnvoll mit zwei wie Cheerleader gekleideten Telkomsel-Elfen verbringen, die durch rasend schnell durch unsere Telefonmenüs klicken und USSD-Codes eintippen unsere neuen (E)-Sim-Karten aktivierten.
Ein schnell herbeigezaubertes Grab-Taxi brachte uns in gut einer Stunde zu unserer Unterkunft in einer kleinen Nebenstraße in Central Jakarta, ein wirklich netter, gut geführter kleiner Laden mit schickem kleinen Dachrestaurant, welches wir dann auch gleich für unser Abendbrot nutzten, Nasi/Mie Goreng und zur Feier der Ankunft auch Cocktails. Die Luft war zwar wie immer dick und warm, aber immerhin wehte ein kleiner Wind.
2026-07-06: Nach dem einfachen Frühstück wollten wir ein wenig durch einen nahegelegenen, ruhigeren Stadtteil gehen, um uns mal wieder etwas zu akklimatisieren. Zwischen uns und besagten Stadtteil gab es einen kleinen Fluss. Laut Karte gab es eine brückenförmige Hochbahnstation mit kleinen Kaffeeshops, die den Weg gut abkürzen sollte. Das konnte sie auch, wir sind auf der einen Seite die Treppen rauf, durch die Station, auf der anderen Seite wieder runter – und mussten feststellen, dass man auf dieser Seite nur zu einen kleinen Bahnsteig kam, aber nicht auf die Straße nach draußen. Was für eine blöde Konstruktion, also wieder den ganz Weg zurück und genau an der Straße entlang, die wir eigentlich vermeiden wollten. Und da wussten wir wieder: wir sind in Jakarta, der wahrscheinlich ungeeignetsten Stadt für Fußgänger. Also haben wir auch wieder ein Grab genommen, um dann auf einer größeren Brücke den kleinen stinkenden Fluß zu überbrücken und zum Park zu fahren, der dann als Ausgangspunkt für unseren kleinen Spaziergang diente. Viel war hier gerade nicht los. Wir haben uns einen Eiskaffee in einem Cafe geholt und sind dann zur Jalan Surabaya gelatscht, einer Straße mit lauter vollgestopfter kleiner Lädchen mit »Antiquitäten« und Tinnef. Auch hier war es ziemlich ausgestorben, Montage sind wohl eher nicht die Hauptantiquitätentage.
Beim Rückweg in die andere Richtung kamen wir wieder am selben Park vorbei, diesmal übte aber eine Gruppe aus älteren Damen ein Stück auf Angklungs, gestimmte Bambusröhren in einem Rahmen, die pro Instrument nur einen bestimmten Ton spielen, wenn man es rüttelt. Die Kunst besteht also darin, im richtigen Moment seinen Rahmen zu rütteln. Die Anleiterin hatte ein sehr ausgefeiltes System aus Handzeichen, um den Damen Rüttelkommandos zu geben. Und wie es hier so ist: sobald man irgendwo zuguckt, wird man gleich aufgefordert, mitzumachen. Das hat sich der mittlere Hund nicht zweimal sagen lassen und durfte mitrütteln.
Zur Abkühlung nach dem Rütteln haben wir versucht, eine große Shopping-Mall zu besuchen. Und natürlich war es wieder kompliziert, über die großen Straßen zu kommen, geschweigen denn den Fußgängereingang zu finden, denn durch die Auto-Einfahrt darf man natürlich nicht, wenn man nicht zufällig ein Auto dabei hat.
Einmal drinnen haben wir dann ein Kaffee in einem Café im Food-Court gefunden und auch gleich ein großes Stück Pandan-Kuchen gekauft, welches in eine schicke Schachtel verpackt wurde.
Ein weiteres Grab brachte uns wieder zurück zur Unterkunft und ein auf der Dachterasse eingenommener Burger die verbrauchten Kalorien zurück.
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