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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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2×44 Kurven

2025-08-26, Bukittinggi, Sumatra, Indonesien: Nach der gestrigen Moped-Tour hatten wir zwar genug von den Hauptstraßen, aber nicht davon, die Gegend weiter auf diese Art zu erkunden. Unser »dänischer« Guesthouse-Chef hat uns eine nettere Strecke empfohlen, um zum Maninjau-See zu kommen. Und das war wirklich ein guter Vorschlag. Neben dem Panorama-Punkt von vorgestern geht eine Straße in den schönen kleinen Canyon direkt neben der Stadt. Dort sind wir runtergefahren, durch den Ngarai Sianok (Canyon) und dann über kurvige Straßen mit meistens toller Sicht über die Landschaft die Berge rauf. In einem kleinen Café namens »Penus-Café« (hihi) haben wir kurz für einen Tütencappuccino gehalten und sind weiter durch Dörfer mit zwar oft sichtbar alten Häusern, die aber oft einen netten kleinen Garten (meistens aus vielen großen Blumentöpfen) hatten. Es gab Bambuswäldchen, Reisterrassen, Fischteiche und sehr viele Felder mit unterschiedlichstem Anbau. 

Erstes Ziel war Puncak Lawang, ein kleiner Aussichtspunkt auf einem Berggipfel, für den man einen kleinen Eintritt zahlen musste. Oben gab mehrere Attraktionen, wie einen Kletterpfad, ein großes, noch bewirtetes Restaurant, ein noch viel größeres, leerstehendes Restaurant, diverse Selfie-Punkte und eine Wiese, die wohl üblicherweise von Gleitschirmfliegern zum Start genutzt wird. Dort konnten wir gut sitzen und das wirklich spektakuläre Panorama genießen. Wir befanden uns auf dem sehr steilen Rand des Maninjau-Sees, der wie der Toba-See eigentlich eine riesige eingestürzte Caldera ist, nach einem gewaltigen Ausbruch vor etwa 50000 Jahren. Die Canyons in dieser Umgebung sind letztlich durch Auswaschungen der hunderte Meter hohen Ascheschicht, die sich durch solche Ausbrüche über die Landschaft gelegt hat. 

Die Landschaft sieht tatsächlich dem Toba-See ähnlich, wennauch der Krater mit ca. 20×8km deutlich kleiner und damit auch als ganzes zu sehen ist. Wir saßen auf ca. 1250m, der See befindet sich auf etwa 480m. Die überblickbare Fläche war riesig und meistens voll mit kleinen Dörfern, Fischfarmen und Reisterrassen.

Natürlich wollten wir den See auch persönlich treffen und sind die »Jalan Kelok 44« heruntergefahren, eine Straße mit 44 Spitzkehren, die auch alle mit einem Hinweisschild nummeriert sind. Die vielen kleinen Restos und Warungs haben sich auch oft entsprechend ihrer Kurvennummer benannt. Nach 20 Minuten Gekurve durch die verschiedenen Vegetationszonen ist man dann auf der deutlich wärmeren See-Ebene. Wir haben an einem freundlichen Straßenstand einen winzigen »Kebab« mit einer homöopatischen Menge Fleisch zu uns genommen und in einer Hotelbar, die deutlich mehr darstellen wollte, als sie war, ein paar günstige Virgin-Cocktails (1,30 EUR), aber immerhin mit Seeblick.

So gestärkt sind wir dann praktisch denselben Weg wieder zurückgefahren, haben nur den Umweg über Punkcak Lawang rausgeschmissen. Sogar im Penus-Café haben wir noch einen kleinen Drink genommen. Dort sind wir jetzt Stammgäste!

Diese Tour war nach Befragung aller Teilnehmer eine deutlich erfreulichere als die gestern, die leider durch viel Laster-Verkehr, Abgase und stressiges Überholtwerden deutlich getrübt wurde.

Nach einer kleinen Pause sind wir noch zum Uhrenturm gefahren, das ist hier das Stadtzentrum mit dem üblichen Blink-Tinnef-Verkäufern, aber ansonsten einer ganz netten Atmosphäre. 

Im RM Simpang Raya haben wir zum Abendessen noch ein paar Portionen Rendang Daging Sapi gefuttert, die zwar wirklich furchtbar aussahen, weil sie mit einer bröckeligen sehr dunkelbraunen Soße serviert wurden, aber das Fleisch war zart von voll vom Rendang-Geschmack. Und das sind wir jetzt vermutlich auch.


Kommentare (3)

  1. sister:
    2025-08-26 um 21:02

    hihi

  2. AWW:
    2025-08-26 um 22:53

    Auch hihi

  3. Olli:
    2025-08-29 um 20:43

    räusper ...


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