Startbild

Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

Startbild

Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

Batak satt

2025-08-13, Samosir, Sumatra, Indonesien: Gestern war (für mich) ein recht ereignisloser Tag, weil ich gewisse diskusive Auseinandersetzungen mit meinem Verdauungstrackt hatte, die mich einen Tag ausgeknockt haben. Die Mädels waren aber trotzdem aktiv und sind mit den Mopeds auf der Insel herumgebrettert. Abends haben sie dann beim Futtern genau die zwei Reiseblogger/Influencer kennengelernt, von denen ich auch schon einige Tipps für unsere Reise übernommen habe. Es ist ein neuseeländisch-indonesisches Pärchen, das hier in Tuktuk lebt. Sumatra ist klein!

Heute haben wir uns dann Richtung Norden aufgemacht und zuerst Huta Siallagan besichtigt, ein liebevoll restauriertes historisches Batak-Dorf mit einem dicken Steinwall, vielen historischen Gebäuden, dem Königsgrab, einem Gerichtsplatz mit Steinstühlen um einen runden Steintisch sowie einem Exekutionstisch …

Alles wurde auf Wunsch des Präsidenten aufwändig renoviert und es sieht fast wie ein Museumsdorf aus, aber in diesen Häusern leben immer noch die ursprünglichen Bewohner. Die meistens haben – wie oft auf der Insel – an den historischen Holzteil des Hauses einen moderneren Stein-Anbau hinten drangebaut, aber die Häuser werden noch genutzt. Von diesen Batak-Häusern mit ihren eigenwilligen Schnitzereien und den seltsamen spitzen Giebeln gibt es überall auf der Insel welche, die noch vollständig genutzt und in Ehren gehalten werden, aber sie sind dann oft auch schon ein bisschen marode.

Wir haben uns rechtzeitig vom Acker gemacht, als eine lokale Reisegruppe ankam, die offenbar ein Extra-Unterhaltungsprogramm gebucht haben, denn sie wurden alle mit Batak-Kopfschmuck und -Tüchern versehen und mussten dann zusammen bestimmte Tänze üben.

Bemerkenswert an diesem Ort ist auch die Souvenir-Meile, wenn man den Ort verlassen will. Man wird extra durch ein großes Gebäude geführt, in denen man in einem umständlichen Weg an etwa 40(!) identischen Ständen mit Shirts, Tüchern, Kleidern vorbeigeleitet wird. Und dann an der Straße, wenn man noch einmal um das Dorf herumgehen muss, um zu seinem Scooter zu kommen, gibt es nochmal etwa 30 Stände. Überall sitzen Frauen an ihren Smartphones und springen geschäftig auf, wenn ein Besucher vorbeikommt. Dieses Konzept mit den Dutzenden identischen Ständen haben ich ja nie verstanden …

Etwas weiter nach Norden haben wir dann das private Museum Huta Bolon besucht, in welchem die Schwiegerenkelin des letzten Königs ihr altes Dorf restauriert hat. Sie hat auch einen ganz netten kleinen Garten angebaut und es gibt auch ein Haus im Kolonialstil. Dieses Dorf war nicht ganz so geleckt wie das erste – und es ist auch nicht mehr bewohnt – aber auch dies war sehenswert. Nicht zuletzt auch wegen der ganzen Reihe an Königsgräbern.

Zurück im Guesthouse haben die Mädels dann direkt vom Guesthouse aus noch einmal im Kratersee gebadet, während am Ufer eine Gruppe von etwa 15 älteren, praktisch identisch aussehenden (und identisch gekleideten), chinesischstämmigen Indonesierinnen stundenlang brauchten, um richtig für das Gruppenfoto zu posieren: mit oder ohne Sonnenbrille, mit oder ohne Sandalen, zur Sonne oder nicht, die Hände so oder so … Alles unter lautem Gekicher und Gelache.


Kommentare (2)

  1. Olli:
    2025-08-14 um 11:50

    sehr schicke Bilder! Erinnert etwas an Tana Toraja auf Sulawesi und PNG ...

  2. Jörg:
    2025-08-14 um 16:23

    Ja, ein wenig schon!


Kommentieren

Dieser Thread wurde geschlossen.


Stand With Ukraine. Stop Putin. Stop War.