Der Affe fällt nicht weit vom Tempel
2024-08-13 von frischnetz | Comments (4)
2024-08-13, Kuala Lumpur: Nach einem Biss in den buntestmöglichen Kuchen, den wie neulich auf dem Nachtmarkt erstanden haben, haben wir pünktlich um 11:00 unseren Wagen entgegengenommen, mit dem wir in den nächsten Tagen ein wenig die malaiische Halbinsel erkunden wollen. (Weil das Verkehrsnetz sehr gut ausgebaut ist, die Leute hier recht zivil fahren und um nicht so viel Zeit mit Warterei auf Busse und sonstige Transportplanung vergeuden wollen, haben wir diesmal beschlossen, selbst zu fahren.)
Die erste Etappe ging zu den Batu-Caves, einer Sammlung von wichtigen Hindu-Tempeln, die nördlich von Kuala Lumpur in eine riesige natürliche Höhle in einen Karsch(Haha!)-Berg gebaut wurden. Wir waren anscheinend zu ungünstiger Zeit da, denn die Straßen dort waren sehr verstopft und das Gelände ziemlich voll. Hinter einer 42m hohen goldenen Murugan-Statue führen 272 bunte Stufen in die Höhle hinauf, während jede Menge unbeeindruchte Javaneraffen versuchen, den Leuten Ihre Snacks zu klauen. Oben gibt es erstmal einen Giftshop und Kioske, die ihre Snacks mit geradezu apotropäischen Hundeattrappen gegen die Affen schützen.
Es gibt einige kleinere, aber auch mittelgroße Tempel und Schreine, an denen man nach Preisliste Opfergaben kaufen kann, die dann von den Priestern entsprechend entgegengenommen und den Heiligenfiguren umgehängt übergossen oder anderes angediehen werden. Im Anschluss gibt es dann einen Asche-Tilaka auf die Stirn gedrückt. Die Priester führen das ganze immer auf eine gewisse coole nonchalante Art durch, die fast schon bürokratisch wirkt. Sehr viele indische Familien sind hier und nutzen das Angebot gerne.
Der Rest der Touris steht fast die ganze Zeit mit einer Nackenstarre herum, starrt nach oben auf die unförmige Höhlendecke (oder das riesige Loch darin im hinteren Teil) und versucht, mit seinem Telefon die riesige Halle adäquat abzubilden. Und sich natürlich auch. Und die Affen.
Wieder unten angekommen, haben wir im zum Tempelbereich gehörenden, lauten und wuseligen Restaurant (mal wieder) leckere Dosai bzw. Nan gegessen, die jeweils mit drei guten Saucen (u.a. Daal) serviert und mit 2,5 Ringgit (0,51 EUR) unglaublich günstig waren. Auch die Mango-Lassis waren sehr gut!
So gestärkt mussten wir nur noch eine Prepaid-Karte für die Mautstraße kaufen und dann ging es auf die Autobahn Richtung Ipoh. Die anfangs noch mit viel Urwald überwachsenen Hügel wurden langsam zu einer schönen Karsch(Haha)-Landschaft, auf der von Osten ein sehr düsteres Regengebiet anrollte, uns aber nur leicht streifte.
In der Kleinstadt mit dem seltsamen Namen »Slim River« haben wir auf halber Strecke einen kurzen Stopp gemacht und in einem tiefgefühltem ZUS-Café etwas eisgekühltes Koffein für die verbleibenden 100 km nachgetankt. In Ipoh haben wir, wie auch schon in Kuala-Lumpur ein voll aus gestattetes Apartment in einem Wohn/Hotel-Hochhaus, welches aber privat (über Booking.com) vermietet wird. Auch hier haben wir Waschmaschine und Küchenzeile, aber zwei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Alles für etwa 35 EUR die Nacht. Zwar nicht besonders malerisch, aber sehr praktisch.
Kommentare (4)
sister:
2024-08-13 um 23:34
Ach was..und ich dachte, es sei ein Schwamm Ensemble...
Olli...sag was!
Oli:
2024-08-14 um 21:58
Ja, indeed, dachte ich, wenn man nur die Bilder sieht
ABER: Endlich wieder!!! Hatte sie, also die Felsen, schon echt vermisst.
Die Autobahnbilder sehen ja aus'm Auto ein bisschen wie die A7 aus.
AWW:
2024-08-19 um 11:26
Der Schwammkuchen ist großartig!!! Gibt's auch bei Tedi zu kaufen!
sister:
2024-08-23 um 19:52
"Schwammkuchen... Super!
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