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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Abhängen im potentiellen Paradies

2024-08-09, Kota Belud, Sabah, Borneo: Dieses »Resort, in welchem wir wohnen ist wirklich seltsam: Es liegt wirklich absolut malerisch an einer kleinen Bucht, mit schönem Strand und wirklich atemberaubenden Sonnenuntergängen und es ist auch mal ganz nett aufgebaut worden: mit kleinen Hütten am Strand, kleinen Stufenwegen den Hügel rauf, einem Aussichtspunkt, einem Platz für Ballspiele, kleinen überdachten Plätzen mit Tischen und Hängematten und einem Baumhaus direkt am Strand (welches der Welpe bewohnt) usw. Alles gute Voraussetzungen für einen angesagten Backpacker- und Traveller-Hotspot. Aber wir sind praktisch die einzigen Gäste hier. Und das liegt nicht daran, dass hier keine passenden Urlauber vorbeikommen: Alle, die zum teureren, aber ähnlich positionierten und immer ausgebuchten Bigfin-Resort auf der anderen Seite der Bucht wollen, werden hier mit einem kleinen Motorboot abgeholt. 

Das Problem hier ist, dass das Team hier wirklich komplett uninteressiert ist. Und alles läuft gerade so auf dem absolut niedrigsten Improvisationsniveau und wird nicht gepflegt oder repariert. 

Das ist alles nichts neues, wenn man in günstigen Unterkünften residiert. Vieles wird im Impromodus gefahren und das ist auch vollkommen OK (es ist ja auch günstig), wenn die Atmosphäre an sich stimmt. In fast allen einfachen Unterkünften, in denen wir waren, war das ganz anders. . 

Vollkommen lustlos und leicht genervt wird die Essensbestellung aufgenommen und natürlich bekommen wir andauernd das Falsche vorgesetzt. Bei alledem sind wir total freundlich, aber, anders als sonst in Borneo, sind die hier alle irgendwie grummelig. Macht keinen Spaß. Hier stören alle Gäste irgendwie. Angesichts dieses echt schicken Settings doppelt schade.

Ganz anders bei Bigfin. Der Laden ist auch recht einfach, aber es ist nett dort. 

Genug gemault. 

Wir hatten heute einen tauchfreien Tag (man soll ja etwa 24 Stunden vor einem Flug wegen des niedrigen Luftdrucks nicht tauchen), in dem wir eigentlich nur in Hängematten rumgelegen und gelesen oder gedöst haben, nur unterbrochen vom Tokay, der irgendwo im Baumhaus sitzt und hin und wieder seine amüsanten Quak-Schreie hören ließ. Das Wetter war sehr schön sonnig und nicht zu schwül. Gegen Abend fing es an zu donnern und über den Bergen hinter uns zog es dunkel zu, aber hier nieselte es nur etwas. Wir haben nochmal eine kleine Runde zum benachbarten Stelzen-Fischerdorf gemacht, wobei wir von einem Schwarm Hunde begleitet wurden, der einen wahnsinnig wichtigen Job hat, nämlich das Dorf gegen etwaige andere Hunde zu verteidigen. Wir haben einen tollen Double Rainbow (Double Rainbow, across the sky, so intense!) gesehen und dann einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebt, der alles in dunkeloranges Licht getaucht hat. Wir haben also gar keinen Grund zu klagen. Hat sich wer beschwert? Wir doch nicht. (Aber es gab wieder das falsche Abendessen).


Kommentare (3)

  1. AWW:
    2024-08-11 um 20:58

    Schmeckt denn das Falsche einigermaßen?

  2. AWW:
    2024-08-11 um 21:01

    Ach ja, und: voll die Farbexplosion, wenn die Sonne untergeht!

  3. Jörg:
    2024-08-12 um 17:19

    @AWW: falsches Futter: eher nicht …


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