We’re on a road to nowh… – oh, Kirche!
2023-08-07 von frischnetz | Comments (1)
3. August 2023, Labuan Bajo, Nusa Tenggara, Indonesien: Nach der ganzen Tauch-Action der letzten Tage waren wir ganz froh heute unseren No-Fly-Day zu haben. Nach Ausschlafen sind wir mit unseren Scootern ins Carpenter Café in der Stadt gefahren, mussten aber feststellen, dass sie heute kein leckeres Müesli mehr hatten. Also sind wir zu einem andere Café gelatscht, vorbei an der lauten Moschee, die offenbar von der Bank BNI gesponsert wurde. Café Melinjo ist ein sehr viel teurerer, französischer Laden in einer neuen Ladenzeile und wurde nur von Touris besucht, im Gegensatz zum viel gemütlicheren Carpenter.
Aber egal, es gab ganz gutes Müesli, überbackene Schinken-Croissants und einen sehr fiesen Orange-Ingwer-Kurkuma-Saft – und Blick über den Hafen.
Zweieinhalb Stunden später bekamen wir dann ob des stundenlangen Herumhängens in Cafés ein leicht schlechtes Gewissen und wollten doch noch ein wenig Landschaft ansehen. Es gibt nicht viele gut befahrbare Straßen in dieser Gegend, also haben wir uns einen Punkt an der Küste etwas südlicher herausgesucht, zu dem Maps zumindest eine echte Straße auswies. Wir sind in die Richtung aufgebrochen und haben uns sehr gewundert, dass wir auf eine eine nagelneu exzellent ausgebaute breite Straße über die bergige Küstenregion geführt wurden.
Die Straße ging zwar auch mal näher am Ufer entlang und es sah dort auch interessant aus, mit Fischerbooten und kleinen Hütten, aber beim Bau der Straße hat man irgendwie vergessen, auch mal Abfahrten einzubauen. Man hätte immer irgendwie über den Graben springen und zu Fuß weitergehen müssen, das war oft zu viel Umweg ohne den Scooter. Das war etwas enttäuschend und machte die Strecke fast schon langweilig. Und wie fast immer in Indonesien sind solche sehr gut ausgebauten Straßen in solchen Gegenden praktisch kaum befahren. Das ist auch kein Wunder wegen der fehlenden Abfahrten, aber auch am Ende der ca. 30 km Straße fand sich nur ein Kreisverkehr mit zwei Abzweigern, dessen interessanteste Ausfahrt (die zu einem Viewpoint führen sollte) von etwa 5 Polizisten bewacht wurde und für uns Tabu war (also ein Privatgrundstück). Die andere Straße führte durch ein paar kleinere Dörfer (eher Häuser entlang der Straße) und wurde sukzessive schlechter, bis sie nur noch eine Schotter/Sandpiste war, die zwischen bewaldeten Hügeln und einem kleinen Fluss zu einem kleinen, sehr einfachen Dorf führte und in einem Rasen-Dorfplatz mit einer Lehm-, Holz- und Wellblechkirche endete. Ein sehr netter, unerwarteter Ort, aber sicher nicht der Anlass für diese Edel-Straße.
Auch auf unserem Rückweg grüßten uns alle Leute, denen wir begegneten, sehr freundlich und die Kinder riefen laut »Hello!«. Das macht solche Touren doppelt nett. Wir hätten auch gerne irgendwo noch ein Kaltgetränk eingenommen, aber sowas gab es hier nicht. Nicht schlimm, wir hatten etwas Wasser mit und sind dann auch wieder zurückgefahren (auf der sehr gut ausgebauten und kaum befahren Strecke bekam der Welpe dann auch mal die Gelegenheit, selbst etwas Scooter zu fahren – er fand es natürlich sehr sehr gut).
Zurück in LBJ wollten wir noch schnell was Leckeres essen und sind für gutes italienisches Essen ins La Cucina gefahren und haben zum Nachtisch noch ein sehr gutes Eis im Maison Belmont genommen. Also gut essen kann man in LBJ!
Kommentare (1)
sister:
2023-08-07 um 17:32
"einen sehr fiesen Orange-Ingwer-Kurkuma-Saft ich würde sagen auf Norddeutsch INGWERSHOT lieber Brudi.
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