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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Nächtliche Fleurop-Kapitäne, die ins Wasser fallen

4. August 2023, Labuan Bajo, Nusa Tenggara, Indonesien: Am heutigen letzten Tag auf Flores wollten wir auf keinen Fall das Müesli verpassen und sind pünktlich um 8:30 im Carpenter gewesen. Erfolgreich!

Anschließend haben wir im Hotel gepackt, pünktlich um 12:00 ausgecheckt, die Koffer an der Rezeption abgestellt und sind anschließend nochmal ins Seaesta gefahren (die coole Rooftop-Bar/Restaurant) und haben die Zeit mit Lesen, Mittagessen und Leckeren Getränken totgeschlagen. Netterweise haben wir auch noch Li (China) getroffen, die bei unserem letzten Tauchtag auch dabei war, und haben noch ein wenig Tipps ausgetauscht.

Um 14:00 waren wir dann wieder im Hotel, haben die Scooter abgegeben, unsere Koffer ins vorarrangierte Taxi geladen und sind etwa 5 Minuten zum Flughafen gefahren. Rumstehen, Koffer abgeben, rasend schnelle Sicherheitskontrolle und herumhängen an den Gates. Gegen 1600 sind wir dann mit »Super Air Jet« erst zurück nach Surabaya und dann eine Stunde später mit derselben Maschine nach Lombok geflogen. Bei »Super Air Jet« tragen die Stewards und Stewardessen seltsame, militärisch aussehende sandfahrbene Overalls und alle Gäste sind Superguests«.

Immerhin konnten wir während des Fluges einen tollen Blick auf die Inselwelt vom Komodo, den Ijen und sogar den rauchenden Bromo werfen.

Gegen 20:00 Uhr sind wir dann müde in Lombok angekommen und hatten erstmal etwas Probleme, ein Taxi für den nächsten Abschnitt zu finden. Die Fahrer der Grab-App, die normalerweise alles sehr einfach macht, weil der Fahrer sieht, wohin man will und auch die Zahlung direkt darüber abgewickelt wird, haben ein paarmal nach Zusage gecancelt. Es dauerte also ein wenig, bis wir dann endlich einen hatten, der nachts die 1,5 Stunden nach Pelangan Harbour fahren wollte. Dafür ist der dann auch ganz schön gerast (zumindest auf den besser ausgebauten, geraderen Abschnitten).

So kamen wir dann gegen 22 Uhr am recht dunklen »Hafen«, einem Betonpier von wo wir abgeholt werden sollten, an. Kein Boot in Sicht, nur ein paar seltsame Typen lungerten hier rum … Unser Taxifahrer dachte wahrscheinlich, dass wir überhaupt keinen Plan hätten und uns komplett an die falsche Stelle haben bringen lassen. Zumindest sah er uns so an, fast mitleidig.

Aber plötzlich tauchte in der Dunkelheit ein kleines Fischerboot (die schmale hier übliche Variante mit zwei Auslegern) auf. Der Kapitän versuchte, beim Anlegen auf den Ponton-Teil des Anlegers zu springen, rutschte ab und fiel halb ins Wasser, verlor die Leine und sein Boot drohnte daraufhin, wegzutreiben. Alles sehr bizarr.

Aber das Boot trieb doch wieder zum Steg und der Kapitän faselte zu uns etwas von »Flower, Flower« und wir merkten erst nach einer Weile, dass es ihm nicht um Floristik ging, sondern er wirklich unser Transport zu »Yut's Inn Flower Paradise« auf der kleinen Insel Gili Gede war! Yay!

Wir knatterten also in kompletter Dunkelheit, nur mit etwas Mondlicht, über die See zur Insel, wo als erstes noch ein weiterer Passagier am Südende ausgesetzt wurde. Wir mussten noch eine Viertelstunde weiter auf halbe Höhe der Insel. Wenn wir unsere Taschenlampen anschalteten und über das Wasser leuchteten, sprangen schlagartig hunderte kleine Fische aus dem Wasser (Ich habe gerade erst »Fischer« geschrieben und finde diese Vorstellung ungleich lustiger).

Wir kamen also an der gewünschten Stelle an, sprangen auf den Strand und waren endlich – müde – am Ziel. Trotz der Späten Stunde bekamen wir auch noch gutes Essen und als keinen Bonus noch ein Glas, kalten und leicht milchigen, süßen Reiswein, der etwas seltsam, aber nicht schlecht schmeckte. Und uns leider noch müder machte.


Kommentare (1)

  1. sister:
    2023-08-07 um 17:35

    Mantje Mantje, Timpe Te, Buttje Buttje in der See, myne Fru de Ilsebill will nich so as ik wol will.


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