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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Mit dem Bootstaxi nach Bunaken

16.7.2022, Manado, Sulawesi: Das schreiende Kind, welches die letzten Tage auf dem Flur herumkreischte, hin- und wieder versuchte, unsere Tür aufzumachen und gerne diverse kleine Wutanfälle bekam, muss leider die nächsten Tage ohne uns auskommen, weil wir diese Stadt heute morgen verlassen haben. Wir haben mit dem Guesthouse auf der Insel Bunaken einen Transfer nicht von der Stadt, sondern von einem Anleger nördlich der Stadt in einem Mangrovengebiet abgemacht, weil die Überfahrt von dort kürzer ist und der Anleger in der Stadt ziemlich chaotisch sein soll. 

So sind wir mit einem Grab-Taxi also durch die bei heute schön sonnigem Wetter noch schönere Landschaft gefahren, vorbei an unzähligen »Micros«, blauen Kleinbussen, die hier den halb-privaten ÖPNV darstellen. Auf jedem Micro steht drauf, wo seine Endstation ist, man steigt irgendwo ein und bezahlt ein paar tausend Rupiah. Dann kann man auf Zuruf irgendwo auf der Strecke wieder aussteigen. Viele Micros sind tiefergelegt, wild lackiert und haben beeindruckende Soundsysteme, um bald hörgeschädigte Jugendliche anzulocken. Andere sind einfach fahrende Schrotthaufen. Nicht wenige fallen in beide Kategorien.

So landeten wir also an einem leeren Anleger. Wir rollten hoffnungsvoll unsere Rollkoffer aufs Meer zu, im Kopf den berühmten Schlager von Lale Andersen und hielten Ausschau nach einem Boot.

Und tatsächlich kamen pünktlich sogar zwei kleinere Boote mit den typischen Auslegern von der Insel, einer davon mit dem Auftrag, uns dort einzusammeln. Wir tuckerten etwa 20 Minuten um das Südende der Insel, um dann am flachen Strand vor unserem über Treppen erreichbaren Guesthouse anzulanden. Schon auf der kurzen Fahrt haben wir etwa vier Wasserschildkröten beim Luftholen beobachten können.

Wir haben zwei sehr einfache Räume mit kalter Dusche und ohne AC, aber es gibt wenigstens einen guten Ventilator. Restaurants gibt es auf dieser Insel nicht, also gibt es Vollpension mit indonesischem Essen und viel Früchten als Nachtisch. Sehr lecker!

Am Strand wurde in den letzten, etwas stürmischeren Tagen leider viel Müll angeschwemmt, aber die Leute bemühten sich, alles einzusammeln und zu entsorgen. Der Klimawandel sorgt anscheinend dafür, dass die Trockenzeit, die jetzt eigentlich hier herrschen sollte, noch immer nicht eingesetzt hat. Die Leute wundern sich sehr über den zusätzlichen Regen.

Ansonsten haben wir heute eigentlich nichts gemacht, außer mit den anderen Gästen hier zu schnacken, zu essen und den Sonnenuntergang anzusehen. Tja …


Kommentare (1)

  1. AWW:
    2022-07-18 um 22:41

    Du bist das Mädchen aus Piräus???


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