Bali zum Abgewöhnen …
2019-08-06 von frischnetz | Comments (0)
2019-07-06, Uluwatu, Bali: Ein letzter früher Abschied von diesem sehr schönen Platz mit dem Reisfeld, dem Blick auf den Rinjani und seinen freundlichen Hunden und schon ging es los, etwa eine gute Stunde mit dem Wagen durch zunehmend dichtere Bebauung mit diversen Trümmerhaufen, die vermutlich noch vom Erdbeben stammen.
Wir waren sehr zeitig am Flughafen, es gab kaum Wartezeit am Check-In und bei den üblichen Kontrollen und wir konnten noch einen Kaffee erstehen, bevor wir am Gate warteten. Wir hatten eine Boeing 737 (-900, nicht Max!) von Lion-Air … Der Flug ging diesmal pünktlich los und nachdem in Reisehöhe das Gurt-Zeichen etwa 5 Minuten aus war, ging es auch schon wieder an für den Landeanflug nach Bali. Nach 30 Minuten landeten wir. Das dauerte so lange, weil die Maschine von der entgegengesetzten Seite der Insel landete.
Ein Chicken-Teilchen und mehrere Magnums (eins in der speziellen Bali-Edition mit Himbeergeschmack, denn nichts sagt so sehr Bali wie frische Himbeeren …) später und wir stiegen in einem blitzsauberen, nagelneuen Parkhaus mit Linoleum-Boden, auf dem die Autoreifen beim Lenken schön quietschten, ins Grab-Taxi, dass dann auch nochmal eine Stunde bis zum Guesthouse in Uluwatu brauchte, eine seltsam karge und trockene Gegend, die aber eine spektakuläre Steilküste aufzuweisen hat.
Nach einer kleinen Pause sind wir dann mit zwei geliehenen Mopeds zum nahen Uluwatu-Tempel gefahren, der dramatisch direkt auf der Steilwand über der heftigen Brandung sitzt und einen tollen Blick bietet. Das war aber auch schon alles, was hier sehenswert ist. Ansonsten ist das der erste richtige Flop dieses Urlaubs: Unmengen Touris, vor allem aus China, kommen von den Reisebussen auf dem riesigen Parkplatz, werden zwangsweise mit lila Sarongs versehen, die unnötig warm sind und auch nicht gut halten. Sie schieben sich an der Mauer entlang sind ständig mit dem Posen für Selfies und Fotos von Ihren Freunden/Familienangehörigen beschäftigt. Aus einer Lautsprecheranlage tönt dazu eine Daueransage auf Indonesisch, Englisch und Chinesisch, wie man sich hier doch zu verhalten habe (Sarong tragen, nicht rauchen und sich vor den Affen in Acht nehmen). Architektonisch ist hier sonst nichts zu sehen, da gibt es um Ubut Unmengen schönerer Tempel, die niemand besucht. Ach ja, Berberaffen sind auch noch auf dem Gelände, die sind aber dafür bekannt, zu klauen wie die Raben. Wir haben auch gesehen, wie einem Touri das Telefon entwendet wurde. Die Telefonrechnung möchte ich nicht sehen …
Wir sind recht schnell wieder hier weg und zu einem Strand in der Nähe gefahren, zu dem man nach dem Rollerparken eine Menge Treppen runtersteigen musste. Dann landete man aber zwischen großen Karsch(haha)felsen mit Sand dazwischen und konnten auch noch zwischen den Felsen zu benachbarten kleineren Sandstränden klettern. Von hier gab es einen tollen Blick auf Surfprofis, die in den langen Röhren der Brandung surften. So machen wir das nächstes Mal sicher auch, sieht total leicht aus! Das war jedenfalls ein netterer Ort!
Die weiblichen Hunde haben noch ein wenig in dem deutlich kälteren, aber glasklaren Wasser gebadet und zusammen haben wir den netten Sonnenuntergang gesehen. Auf dem Rückweg nach oben, gabs noch eine kalte Cola in einem Warung direkt auf einen großen Felsen mit tollem Blick. Dann war es aber auch schon Nacht und wir sind zum Abendessen zurück ins Guesthouse.
Morgen haben wir dann noch einen halben Tag, dann geht’s wieder zurück …
Kommentare (0)
Kommentieren
Dieser Thread wurde geschlossen.