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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Nur mal rasch rüber zu den Drachen …

2019-07-25, Labuan Bajo: Nach den phantatischen, aber auch anstrengenden Dives der letzten zwei Tage wollten wir heute am letzten dann doch noch kurz die Drachen besuchen und den Tag ruhig ausklingen lassen. Das mit einigen Leuten vom gestrigen Boot zusammen gecharterte, deutlich schrabbeligere Boot brauchte dann aber deutlich länger, weil die u.a. uns auch noch zum Mantapoint zum Schnorcheln bringen wollten. Über zwei Stunden tuckerten über dieses mit sehr viel Wind, Untiefen und deutlich sichtbaren Strömungen gespicktes Archipel zu einer Bucht vor Komodo.

Dort kurvte der Kapitän eine Ewigkeit rum, um Mantas zu suchen. Ein Guide sprang ins Wasser, um sie mit Taucherbrille zu entdecken, weil sie zu dieser Jahreszeit leider etwas rarer sind. Ständig verfolgten uns auch noch andere Boote mit ihren Schnorchelgruppen, so dass alle eventuell dort befindlichen Mantas irgendwann sicher verscheucht wurden. Wir sprangen auch irgendwann alle ins Wasser und trieben dann durch die ziemlich starke Strömung mitten durch die Sawusee starrten ins unglaubliche blaue, tiefe und klare Wasser, ohne jedoch irgendwas zu entdecken. Irgendwann holte das Boot uns wieder ein und wir kletterten über die viel zu kurze Leiter wieder ins Boot. Was für ein unnötiger Reinfall. Eigentlich hatten wir gar nicht vor, zu tauchen, weil wir vom Tauchen gesättigt waren. Aber zwei der Passagiere waren extra dafür mitgefahren.

Nächster Stopp nach einer weiteren längeren Fahrtstrecke war Padar Island, wegen seiner schönen Form und dem netten Blick drauf beliebt. Allerdings war es um 14 Uhr auf dieser fast baumlosen Insel, bei der die einzige Aktivität darin bestand, auf langen Steintreppen zum – wirklich spektakulären – sehr hohen Viewpoint zu kommen, extrem heiß und ziemlich windstill. Das war also eine sehr schweißtreibende Angelegenheit. Zur Abkühlung sind die beiden weiblichen Hunde dann noch schnell einmal in die Bucht gesprungen.

Letzter Stopp sollte dann Rinca sein, eine der zwei Inseln mit den Komododrachen. Leider hatte es ziemlich aufgefrischt und auch die sehr starke Strömung auf diesem Abschnitt ging genau in die falsche Richtung, so dass wir nur mit Fußgängertempo vorankamen und alles weitere Stunden dauerte. Zu allem Überfluß wurde vom Wind dann auch noch eine der Kunstledermatratze, die auf dem Sonnendeck lagen, von Bord geweht. Der Kapitän hat gewendet und sie wieder eingesammelt, was uns natürlich sicher noch mal eine Viertelstunde gekostet hat.

Viel zu spät, eine Stunde vor Sonnenuntergang kamen wir dann endlich auf Rinca an. Von dem Rangercamp aus, haben wir dann den kleineren, der möglichen Rundwege eingeschlagen, wobei man von zwei Rangern begleitet wird, die allerdings gegen diese tödlichen Viecher nur mit Stöcken bewaffnet sind. Drei von den Drachen sahen wir gleich am Rande des Camps, wo sie vom Küchenduft angelockt, herumlagen und für Fotos posierten.

Auf der Wanderung haben wir dann nur noch ein Weibchen gesehe, dass ein »Nest«, ein mehrere Durchmesser breiter und fast einen Meter hoher, flacher Erdhügel mit diversen Löchern, in die dann die Eier gelegt werden, bewacht hat. Es hat uns nur müde angesehen.

Als wir das Boot wieder betraten, war die Sonne schon untergegangen und wir hatten noch ungefähr 2,5 Stunden Fahrt unter dem sehr schönen Sternenhimmel, den wir auf dem SonnenMond-Deck liegend genießen konnten (Musikvorschlag: Cosmia von Joanna Newsom). Gestört nur vom rot-grün-blinkenden Positionslicht des Bootes.

Schließlich häuften sich die teuer und edel aussehenden Ausflugs- und Liveaboardjachten um den Hafen von LB und wir sind nach dem stümperhaften Anlegemanöver, bei dem erstmal in ein anderes Boot reingefahren wurde, gleich erstmal ins Cucina gegangen, um den Hunger zu bekämpfen, denn die kleine Mittagsmahlzeit (Reis mit etwas Huhn, wenig Gemüse und etwas Sauce, serviert in segmentierten Tuppertellern) und ein paar Kekse haben bei weitem nicht ausgereicht.

Aus unserem kleinen Ausflug, der nur ein paar Stunden dauern sollte, ist also eine ausgewachsene 12-stündige Bootssafari geworden?…


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