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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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mental-alkohol

2019-07-11, Maumere: "mental alkohol" gehört zu den Sachen, die man hier auf seine Trucks klebt, am liebsten aber noch sowas wie "Thunder", und zwar in großen Lettern auf die Windschutzscheibe.

Nachdem heute morgen weder Wasser noch Strom vorhanden waren, haben wir das Frühstück in Hoffung auf baldige Wiederverfügbarkeit etwas gestreckt und uns noch weitere Travel-Tipps geholt. Als dann aber an Wasser nicht zu denken war (außer Trinkwasser), sind wir (die beiden großen Hunde) dann einfach zu einer weiteren Mopedtour (wieder ohne den Welpen, der wollte seinen Magen noch weiter auskurieren und brauchte ein wenig Zeit für sich – soll er haben!)

Wir sind auf kleinen Schlagloch-Teststrecken gen Süden gehoppelt. Die beste Strategie ist, sich an einen Einheimischen ranzuhängen und möglichst in seiner Spur zu fahren – sofern der einem nicht forsch davonbraust.

Es ging durch diese vollkommen andere Landschaft als auf Bali (mehr Wald und Palmen, Bananenstauden als Reisfelder) und durch anders aussehende Dörfer mit vielen Holz-und Bambushütten und Kaffee- oder Kakaobohnen, die auf der Straße trockneten. Überall wurden wir freudig bewunken, mit "Mister!" angerufen, angegrinst und freundlich der Weg gezeigt, wenn wir mal wieder an einer Gabelung stoppten.

Nach etwa 1,5 Stunden waren wir nach diversen Umwegen am Ziel, der Sawusee an der Südküste. Die See ist hier um ein vielfaches rauher, dafür gibt es schöne, komplett menschenleere Lavasand-Strände. Touristen verirren sich nicht hierher, hier stehen nur ein paar einfache Holzhäuser an der Straße, sich gewaschen wird am Dorfbrunnen. An einem winzigen Warung haben wir kaltes Wasser gekauft und aus (anderen!) alten Wasserflaschen 1,5 Liter gelbes "Bensin" für 14000 IDR (80 Cent). Am Strand haben wir Pause gemacht, den Flughund ausgeflogen und die grollende Brandung bewundert.

Für den Rückweg hatten wir uns eine andere Strecke rausgesucht und während die Hinstrecke eigentlich nur im am Anfang etwas holprig war, war diese streckenweise kaum befahrbar, mit großen Löchern und groben, spitzen Steinen, wo der alte Asphalt abgeplatzt war. Aber es wurde besser. Die Strecke ging einen Teil der Strecke auf einem Berggrad entland, mit tollem Blick in beide Täler rechts und links. Und wo auf dem Hinweg viele Serpentinen den Berg raufgingen, war es hier eine sehr langgezogene gerade Strecke, die hinunter zur anderen Küste führte.

Nach einer Pause im Guesthaus, um den Sonnenaufgang und die Rückenstreckung zu genießen, sind wir nochmal, diesmal zu dritt, kurz in die "Stadt" um noch einen neuen Kopfhörer zu besorgen. Kleines Kontrastprogramm zu der schönen Landschaft heute!

Zum Abendbrot gab es Fisch in einem Restaurant direkt neben dem Guesthouse, wo es laute, indonesische Schlagermusik (mit Gesang wie beim Karaoke aufgenommen), flaue, lauwarme Cola und auch sonst sehr ödes Essen gab. Allein der frische, gegrillte Fisch (sah aus wie Red Snapper), war ganz passabel, sehr zart und ohne komischen Geschmack. Aber sonst eine echte Enttäuschung gegen den Nasi-Goreng-Man vom Nachtmarkt!

Morgen geht's weiter zu nach Moni.


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