Flug ohne Ticket.
2019-07-09 von frischnetz | Comments (0)
2019-09-09 Maumere, Flores, Nusa Tenggara, Indonesia: Als wir auf unserer sehr frühen 2,5h-Fahrt zum Flughafen von Denpasar nochmal in der (sehr empfehlenswerten) Traveloka-App nochmal nach den Tickets schauen wollten, stellten wir fest, dass wir gar keine hatten …
Offenbar hatte wohl die Bezahlung nicht geklappt und weder die App noch meine E-Mailbox verzeichneten irgendwelche Etix. Hmmm … Ein schneller Spontankauf auf der kurvigen Strecke schlug wegen der blöden Visa-Karte auch andauernd fehl, so dass wir das allererste Mal ohne Tickets beim Flughafen ankamen. Allerdings haben wir schnell ein Ticket-office gefunden und eine freundliche Mitarbeiterin verkaufte uns für einen Großteil unseres gestern in offenbar extremst weiser Voraussicht abgehobenen Geldes (7 Mio Rupiah) drei Tickets für den Flieger in 2 Stunden. Oh, war wohl noch lange nicht ausgebucht! Nice!
Nach einem Frühstück bei Pizza Hut und des mittleren Hundes obligatorischen Starbucks Kaffee (die kann echt im Urlaub an keinem dieser Läden vorbeigehen!) wurden wir an den 737 von Lion Air vorbei zu einer ATR Propellermaschine geschickt. Dort gab es, nachdem wir Platz genommen hatten, eigentlich nur noch einen einzigen freien Platz, aber wenigstens noch echtes Sicherheitsballet.
Zwei Stunden später landeten wir in Maumere auf einem kleinen Flughafen, auf dem außer unserer keine andere Maschine stand. Unsere Unterkunft liegt direkt am Wasser (kein Strand, aber eine Treppe) und hat einen kleinen Garten und eine gesellige Gemeinschaftshütte mit Warmwasser, Kaffeepulver und Teebeutel satt und einer kleinen Küche, wo man bei Bedarf auch selbst kochen kann. Die Chefin backte gerade Kuchen mit selbstgemachter Schokolade mit den Kindern anderer Reisender. Die Hütten sind einfach, aber in Ordnung.
Mit einem geliehenen "Skuter" sind wir als erstes in die "Stadt" gefahren, um im Telkomsel-Laden drei neue SIM-Karten zu erstehen, denn mit denen aus Bali kann man hier rein gar nichts machen. Also Tipp: immer Telkomsel nehmen! Die Anmeldung für jede einzelne Karte dauerte allerdings mindestens 10 Minuten, nachdem wir bereits ca. 20 Minuten im Laden gewartet hatten. Wenigstens konnten wir uns so in Ruhe über den Kopfschmuck der Mitarbeiter amüsieren, die alle eine Pappschild mit Werbung auf dem Kopf tragen mussten. Ebenfalls schick war der Schutzüberzug auf der 18,9l Wassergallone auf dem Spender, ein bisschen wie die überhäkelten Klorollen früher.
Mit drei neuen Nummern und flottem Internet für die nächsten gut 600km, bis wir auf Lombok sind, bewaffnet, ging es mit dem Skuter noch zu einer 7km entfernten vermeintlichen Divebase, die aber kein Tauchen mehr anbietet. Grmpf! Die nervige Strecke zurück im Dunkeln hätten wir uns sparen können. Wenn wir nur die Möglichkeit hätten, sie einfach anzurufen … oh, wait … nevermind!
Zum Abendbrot haben wir uns an die Empfehlung der äußerst gut informierten und organisierten Chefin gehalten, und auf dem nächtlichen Food-Markt in der Stadt in einem kleinen Stand mit vorne einem Wok, in der Mitte zwei Tischen und hinten der Spüle äußerst schmackhaftes Nasi Goreng und Mie Goreng gegönnt, direkt frisch im Wok zubereitet. So sehr sehr viel besser als die Nudelpacks!
Für morgen oder Übermorgen haben wir uns dann noch die anderen Stände mit lecker aussehenden Ayam-Satay vorgenommen. Außerdem kann man hier das kleinste Karoussel der Welt bewundern.
Mit einem geselligen Tee mit anderen Travellern in der Gemeinschaftshütte klang der Tag schließlich noch sehr nett aus!
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