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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Raus aus der wüsten Beduinenhütte, rein in die Wüste der Beduinen

13.10.2018, Petra: Ein kleiner Abstecher zu »Little Petra« war der heutige Abschluss unseres Petra-Aufenthalts. Little Petra lag nur 2 Minuten mit dem Wagen von unserer Hütte entfernt und ist tatsächlich vom Prinzip her alles, was es in Petra sonst auch gibt, eine schmale Schlucht, Felsenfassaden, Treppen, Souvenierverkäufer, Panorama-Blicke, Touristen nur eben in Miniaturform. Sehr schön.

Danach fuhren wir mit Husky etwa zwei Stunden südlicht durch karger werdende, bergige Landschaft, unter anderem auf dem »Desert Highway«, etwa wie eine Autobahn, aber mit zwischendurch an unmotivierten Stellen eingebauten Drempels, Speedbraker, die uns immer schön in die Eisen stiegen ließen. Sehr praktisch auf einer Straße, auf der man 110 fahren darf.

Auf kleiner werdenden Straßen ging es dann nach Wadi Rum, dem Wüsten-Nationalpark, der schon für Lawrence von Arabien und The Martian als Kulisse diente und in welchem wohl auch gerade Dreharbeiten zu Star Wars stattfinden, wie wir erfuhren.
Im Wadi Rum Dorf tauschten wir unseren Husky gegen drei Kamele und ritten auf rotem Marssand der Sonne entgegen. (Man hätte auch mit dem Jeep fahren können wie unser Gepäck, aber wo beibt da der Spaß?) Zwei Stunden ritten wir an zwei riesigen Bergen auf einer weiten Sandfläche, bis wir unter einer senkrechten, bestimmt 100 Meter hohen Feldwand unser Camp erreichten. Unser Zeit ist extrem spartanisch eingerichtet (nur ein paar Betten), aber wenigstens relativ geräumig.

Es waren noch nicht viele Leute da, wir sprachen aber eine Weile mit einer Amerikanerin aus North Carolina, die sich gerade auf dem Jordan Trail befindet und schon seit 5 Wochen dabei ist, das gesamte Land von der Nordspitze bis nach Aqaba zu durchwandern(!). Ihr fehlen nur noch 3 Tage durch die Wüste.

Die Sonne sank recht schnell und gegen 20 Uhr wurden wir zum Abendbrot gerufen, was aus einem kleinen Open-Air-Buffet mit Salaten, Reis, Kartoffeln, Gemüse bestand sowie einem aus dem Boden ausgegrabenen Hühnerbarbeque, das dort vor einigen Stunden zusammen mit einem Lagerfeuer eingegraben worden war. Es zeichnete sich durch einen besonders rauchigen Geschmack aus.

Danach wurden Sitzgelegenheiten um das Lagerfeuer gelegt, für alle wurde Tee satt ausgeschenkt und die Beduinen spielten auf Ud und Tabla angenehme Musik. Außer dem Feuer und ein paar Kerzen gab es kein Licht drumherum, abgesehen von ein paar Jeeps, die in der Ferne Nachschub für die anderen Camps besorgten und einem phantastischen mondlosen Sternenhimmel inklusive intensiver Milchstraße und diverser Sternschnuppen. Hach!

(Sorry für die Verzögerung, gab hier kein Internet …)


Kommentare (2)

  1. little sister:
    2018-10-15 um 15:25

    Hach...

  2. IWW:
    2018-10-19 um 09:26

    Hach ...


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