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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Drei Marsianer

14.10.2018, Wadi Rum: Gähnend und leicht fröstelnd kletterten wir aus unserem Zeit, schauten erfurchtsvoll auf die 100m Felswand gegenüber und stiegen die Treppe zur Communal Area hinauf. Es wartete ein gutes jordanisches Frühstück mit Faden, Hummus, Ei und so weiter und natürlich sehr süßer Beduinentee mit etwas Kardamom, Minze und einem leichten Raucharoma. Den werde ich wirklich sehr vermissen!

Auf der überdachten Ladefläche eines Pickups fuhren wir dann den ganzen Tag durch das riesige Gebiet Wadi Rum, unterbrochen von unterschiedlichen Stops, wo wir immer ein wenig rumlaufen oder klettern konnten. Da wir natürlich nicht die einzigen Besucher hier waren, waren an den Spots natürlich auch immer eine Handvoll andere Leute anwesend. (Keine Gewähr, ob die Reihenfolge hier stimmt):

Erster Stop war eine rötliche Sanddüne an einem kleinen, steilen Berg, die man rauf klettern konnte, um dann wieder runter zu rennen, zu rollen oder mit seinem Snowboard träge runterzurutschen, was tatsächlich einige Leute mit zweifelhaften Erfolg probiert haben.
Zweiter Stopp: eine kleine Felsbrücke, über die man rüberlaufen konnte.

Dritter Stop war eine kleine schmale Klamm, die sich dadurch auszeichnete, dass sie auch noch ein paar alte Steingravuren hatte, die teilweise aus vor-islamischer Zeit stammen, aber auch teilweise aus islamischer Zeit.

Nächster Stopp: »Lawrence's Haus«, letztlich nur eine kleine Steinruine unter einem schönen Berg, der mit viel zu vielen Cairns geschmückt war. Offenbar hat praktisch jeder Tourist und sein Hund hier einen Haufen hinterlassen. Der Berg war aber prima zum Klettern und der Welpe hat sich aufgemacht, flott den einen Untergipfel zu erklimmen (was den AWW umgebracht hätte), ist aber glücklicherweise auch wieder heil runtergekommen.
Nächster kurzer Stopp war ein pilzförmiger Stein, danach ein ebenfalls kurzer Stopp an einem kleinen, aber breiten Canyon.

Zur Mittagspause ging es ein Stück in die Weiße Wüste, die helleren Sand hat, aber ebenso beeindruckende, bizarre Berge. Im Schatten eines kleineren Vorsprungs breitete unser netter Fahrer ein paar Decken im Sand aus, machte ein Feuer und kochte einen kleinen Gemüseeintopf. Dazu gabs obligatorische Fladen, Hummus, Moutabel, Feta und Thunfischsalat. Wir futterten uns satt und fielen erstmal in totale Trägheit.

Nach genug Zeit für ein kleines Nickerchen ging es weiter zu einem schönen Canyon mit Sandboden, den wir durchliefen, während der Fahrer mit dem Pickup auf einem Umweg auf die andere Seite fuhr, um uns dort wieder einzusammeln.

Der touristischste Punkt war dann die »mittelgroße« Felsbrücke, auf der praktisch jeder einmal kurz posieren musste. Die größte Felsbrücke hier haben wir kurz danch oben auf einem Berg gesehen. Der Aufstieg zu ihr dauert wohl mindestens drei Stunden …

Zum Sonnenuntergang ging es auf eine rote Sanddüne aus feinem Sand, wo wir gemütlich den Tag ausklingen lassen und den Welpen einmal fast komplett im Sand eingraben konnten.

Die ganze Wadi Rum Gegend ist ein wirklich fantastisch unwirklicher Ort, der einem seltsamerweise durch die ganzen Filme, die hier schon gedreht wurden, auch immer ein wenig bekannt vorkommt. Wenn man sich die Büsche wegdenkt (oder wegretuschiert), ist man schon praktisch auf dem Mars. Dabei sind die Dimensionen wirklich beeindruckend. Alles ist sehr viel weiter weg, als es aussieht. Immer wieder entdeckt man am Fuße eines der hunderten Berge ein mikroskopisch kleines Kamel oder einen Ameisengroßen Jeep, der alles wieder ins Verhältnis bringt. Man kann sich wirklich nicht sattsehen.

Zurück im Camp gab es dann wieder das übliche Abendprogramm mit Beduinenbarbeque, Lagerfeuer mit Musik und süßem Tee, dismal sogar mit Tanz rund ums Feuer. Wirklich ein netter Abschluss!


Kommentare (3)

  1. helga lippmann:
    2018-10-15 um 22:09

    Das sieht ja wieder alles toll aus. Habt Ihr die Steine selbst aufgebaut ? Obwohl nur Steine und Sand da sind, sieht es sehr interessant aus. In dem Sand wäre ich auch gern runtergerutscht . Line hat es wohl auch sehr gut gefallen .

  2. little Petra:
    2018-10-16 um 17:57

    Jetzt erklärt sich auch das Seifen-Depot.
    Erst peeling danach einseifen.

    Obwohl...besser wäre: erst wird geteert und dann gefedert äh eingeseift und dann besandet oder so.

    little sister

  3. IWW:
    2018-10-19 um 09:24

    Meine reihenfolge war:
    1. Bilder
    2. Text
    Und INDERTAT habe bei bei den Bildern mit "Welpi erklimmt Berg" einen Moment gefröstelt, dann aber auf den Moppelfunk vertraut, der bisher keinen Verlust eines Minimoppels gemeldet hat.


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