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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Zu Petra? Nein: Nach Petra!

10.10.2018, Dana: Leichte Wolken schwebten in Augenhöhe durchs Tal, als wir unser letztes Frühstück in Dana genossen, doch nur wenig später hatte die Sonne, die über die Berggipfel schien, sie schon wieder aufgelöst. Wir packten die Sachen und machten uns mit Husky auf den Weg nach Shobak, zu einem kleinen Zwischenstop auf dem Weg zu nach Petra.

Auf dem Weg über ein wüste Hocheneben kamen wir an ca. 30 still stehenden Windrädern vorbei (finanziert von der EU) und fragten uns, ob Solarenergie hier nicht vielleicht schlauer wäre, entdeckten dann aber, dass die knorrigen Bäume und entlang der Straße eine extreme Schieflage nach links hatten. Es scheint hier also doch einen Großteil der Zeit ziemlich konstant zu kacheln.

Heute war es aber nicht windig, nur sonnig. Wir wunden uns eine sehr enge Straße ohne Ausweichmöglichkeit den Berg rauf zu einer weiteren Burgruine in ungastlicher Landschaft. Diese hatte aber einige versteckte Gänge, die wir (allen voran der Welpe) natürlich erkunden mussten. Es ging mehrere Stockwerke einen komplett dunklen und teils sehr niedrigen Gang entlang, der alle 5m einen 90°-Knick nach links machte. Irgendwann war dann leider Schluß.

An einer Stelle nahe des Eingangs gab es zwei runde Löcher, von ca. 80cm Durchmesser, die wie kleine Brunnen zu einer in den Berg gehauenen Zisterne gehören. Als der Welpe reingucken wollte, fiel leider seine neue Sonnenbrille rein.

Ein Guide bot aber gleich an, sie für ihn zu holen und kletterte in das Loch, ohne Leiter oder Seil, und kam nach einiger Zeit wieder mit der Brille nach oben. Er sagte, er musste noch schauen, ob keine Schlangen drin sind, denn letztes Mal hätte er dort welche gesehen.

Er zeigte uns dann auch noch einen Gang, der 375 Stufen in den Berg nach unten führt, um nahe der Straße an einer Quelle wieder herauszukommen. Der wurde bei Belagerungen für das Trinkwasser genutzt. Auch dieser Gang war nicht im geringsten beleuchtet oder »sicher«. Wir sind nur die ersten ca. 20m heruntergestiegen, danach waren die Treppenstufen mit einer rutschigen Sandschicht überzogen. Jedenfalls sehr coole Orte.

Nach einer weiteren halben Stunde waren wir bei unserer Unterkunft nahe Petra, haben jedoch unseren Gastgeber nicht angetroffen und sind daher weiter nach Petra gefahren, haben den Wagen geparkt, sind an den unzähligen Touri-Bussen und den asiatischen Gruppen mit identischen Bildungsreise-T-Shirts und Caps vorbei durch den Eingang. Zunächst geht es einen gewundenen Weg zwischen netten und teilweise abgewaschen behauenen Felsen hindurch, aber dann betritt man den Siq, eine 1,5km lange, bis zu 70m Tiefe und teilweise nur wenige Meter breite natürlich Felschlucht, die den gut gesicherten Eingang zur Stadt Petra bildet. Ich kann mir keinen grandioseren Eingang zu einer Stadt vorstellen. Allein dieser Teil ist schon extrem beeindruckend und jeden Besuch wert.

Irgendwann scheint dann die rosa Fassade des Khazne al-Firaun durch den Spalt und die Schlucht verbreitert sich zu einem kleinen Platz mit vielen Beduinen, die Kamel- Esel- und Kutschfahrten anbieten und sogar einem kleinen Souvenirshop mit einem kleinen Café. Dies ist das Bild, das man immer als erstes sieht, wenn man was von Petra liest (oder Schafe). Die Fassade ist wirklich noch größer als sie auf den Bildern wirkt und ist wirklich wegen ihrer akkurat gearbeiten Steingiebel und Kapitelle besonders ästhetisch.

Der Siq wird dann etwas breiter und öffnet sich zu einem Tal mit frei stehenden Ruinen, aber auch in die Felswände gehauenen Grabfassaden und auch einem Theater. Dort haben wir dann für heute unsere Erkundung beendet, denn wir waren ziemlich spät heute erst da und haben ja auch noch zwei weitere Tage hier.

Für den Welpen haben wir uns von einem freundlichen Beduinen breitschlagen lassen, bis zum Khazne al-Firaun auf zwei normalen Kamelen und einem speziellen kleinen schwarzen Rennkamel mit dem Namen Shakira zurückzureiten. Vor allem der Welpe hat es wirklich sehr genossen.

Den Rest des Weges sind wir dann nach einem Tee und einer Verabredung für morgen zu Fuß zurückgegangen, was auch mal gut eine halbe Stunde dauert. In der Stadt haben wir dann noch Schawarma als Takeaway besorgt und sind über komplett schwarze Straßen zu unserer kleinen privaten Beduinen-steinhütte, die wir für drei Nächte gemietet haben. Davon gibt es morgen vielleicht noch ein paar Bilder. Der Sternenhimmel hier ist jedenfalls sensationell.



Kommentare (2)

  1. helga lippmann:
    2018-10-11 um 01:03

    es sieht ja alles sehr interessant aus. Ich hatte keine Vorstellung von diesem Land. Line Du siehst toll aus auf deinem Kamel.Das Ihr zu oder nach Petra gegangen seid ist ja toll und ich dachte Petra war in Blumenthal , so kann man sich irren ha,ha,ha !!!

  2. Uli:
    2018-10-12 um 23:37

    Die Kamelnase sieht sehr kuschelig aus! Unsere Nachfahren waren ganz hin und weg !


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