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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Roman Holiday

7.10.2018, Orjan: Nach einem wieder sehr leckeren jordanischen Frühstück mit Fladenbrot, Olivenöl um Zatar, Hummus, Ful, scharfen Oliven, Ei, Falafel, Feigenmarmelade, Wurst und Käse – und natürlich Tee – haben wir diesem netten, ruhigen Ort bye-bye gesagt und sind mit Googles hin und wieder sehr phantasievollen Streckenvorschlägen zum Touri-Trubel nach Jerash (Gerasa) gefahren.

Nachdem wir in Pella de facto alleine auf dem Gelände waren, gab es hier wieder die üblichen Reisebusse mit japanischen Reisenden, die alle identische Mützen mit breitem Nackenschutz trugen. Und natürlich auch noch diverse andere Nationen, die sich aber individueller kleiden.

Und natürlich gab es nervige Postkarten-, Flöten-, Palestinenserfeudel-, kaltes Wasser- und Tinnef-Verkäufer. Und zusätzlich Leute, die sich Smartphone-Fototricks draufgebracht haben (z.B. Panoramen machen, auf denen die Leute zweimal drauf sind, etc) und alle Leute, die Fotos machen, bedrängen, um für sie »tolle Panoramas« zu machen (und ein Trinkgeld zu bekommen) – sehr lästig, weil sie immer angerannt kamen, als ich meine Smartphone-Panoramen gemacht habe, und im Bild rumstanden und erklärten, ich würde das falsch machen …

Egal, als wir ein wenig weiter nach hinten auf dem Gelände gegangen waren, wurden sie weniger, wie auch die Touris, denen das zu warm und zu weit war. Das ganze Ensemble ist jedenfalls eine beeindruckende Sammlung von römischen Bauwerken mit mehreren hundert Säulen um Plätze, Wege und Tempel (teilweise von Vögeln bewohnt), zwei gut erhaltenen Theatern, Toren, Tetrapylonen und einem Hippodrom.

Nach diesem Urlaub in Rom sind Gregory Peck und Audrey Hepburn mit ihrem Kind und ihrem Husky in den Sonnenuntergang am Toten Meer geritten. Weil sie das Kontrastprogramm lieben (und es hier nichts anderes gibt), haben sie ein Zimmer in einem spießigen Resort gebucht. Auch, weil das Kind dringend einen Pool brauchte. Gleich nach dem Einchecken sind wir alle reingehüpft, mussten aber leider schon nach gut einer halben Stunde wieder raus, weil er nachts geschlossen ist.

Um die für unsere Verhältnisse überdurchschnittlichen Zimmerkosten (absolut gesehen, ist das Zimmer eigentlich günstig) zu kompensieren, sind wir nach dem Pool mit Husky auf der seltsamsten Strecke (zweimal endeten wir an einem Dead-End, einmal landeten wir auf einer Straße, die noch vollkommen unbenutzt im Bau war, auf der Gegenfahrbahn) zu einem Imbiss an der Schnellstraße und haben billig Schawarma mit Pommes gegessen. Kein kulinarischer Genuss, aber absolut in Ordnung.

Interessanter Fakt: Unser Zimmer befindet sich 392m UNTER dem Meeresspiegel. Dies ist die tiefste Landstelle der Erde. Der See selbst liegt bei etwa -426m. Auch der Luftdruck ist hier höher als sonst.


Kommentare (2)

  1. sister:
    2018-10-07 um 11:32

    ...na da könnt Ihr ja endlich mal, voller Gewissheit, tief schlafen.

  2. Jörg:
    2018-10-07 um 21:49

    @Petra: (slow clap)


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