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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Wandertag zum Thymiankaufen

5.10.2018, Orjan: Auf den (missverstandenen) Ratschlag unseres Gastgebers Issa hin, sind wir (sans Welpe) heute zum Keks- und Gewürzladen, wo wir gestern schon ein Kilo Thymian-Würzmischung (Zatar) und ein halbes Kilo Sumach bestellt hatten, zu Fuß durch diese sehr schöne Gegend gewandert. Das waren letztlich dann doch gute 9 km (hin und zurück) und mehr als 200 Höhenmeter, zunächst über Straßen, dann über immer kleinere Schotter und Feldwege und schließlich auf einem nicht auschilderten Trampelpfad durchs Gestrüp und Disteln, leider meistens ohne Schatten. Später kamen wir dann wieder auf einen kleinen Feldweg und landeten direkt am Ziel, einem schicken, mordernen Nationalpark-Infogebäude auf dem Berggipfel, nicht unähnlich der Feste von Ajloun gestern. Thymian und Sumach warteten schon auf uns und auch ein paar frisch gebackene Kekse mussten in unsere Rucksäcke.

Ein paar Lemon-Minz-Smoothies später, die wir auf der Terasse mit sensationellem Panorama genossen, ging es dann wieder zurück, diesmal etwas schneller: Mehr bergab, mehr Schatten und mehr Smoothies.

Ohne große Verzögerung sind wir mit Husky dann etwa 40 Minuten nach Pella gefahren, um die Reste der Siedung anzusehen, die seit der Steinzeit durchgehend besiedelt war. Wir waren heute (Freitag) am jordanischen Wochenende da und außerdem knapp vor 16:00, der üblichen Schließzeit. Und am Eingang stand auch keine Wache oder Kartenverkäufer, das Tor stand aber offen. Ein Einheimischer sagte uns, außerhalb der Öffnungszeiten stehe das immer offen. Dann sind wir also natürlich reingegangen.

Zunächst sah das Gelände nur wie ein großer Schotterberg aus, aber weiter hinten gab es ein paar freigelegte Gebäudereste und auch einen griechischen(?) Tempel mit den ubiquitären Säulen. Und wieder war es nett, alles für uns zu haben.

Zum Abendessen sind wir zu einem etwas teureren, hoch über der Stätte gelegenen Restaurant neben dem eigentlichen Besucherzentrum des Orts gefahren und haben auf einer Terasse mit Blick auf den Sonnenuntergang den Tag ausklingen lassen. Das Essen war ganz OK, aber zu teuer. Das Personal war aber sehr enthusiastisch, als sie erfuhren, dass wir Deutsche sind. Ich wurde vor Begeisterung vom Manager auf die Wange geküsst …

Deutsche haben hier einen sehr guten Ruf, was wir uns nur damit erklären können, dass die noch nie in Deutschland waren. Und die Deutschen, die hier herfahren, sind sicher kaum AfD-Pegida-Idioten.

Nach Sonnenuntergang sind wir dann nochmal 40 Minuten über teilweise dubios steile, meist unbeleuchtete Straßen nach Hause gefahren. Wobei wir nach der Hälfte auch noch unfreiwillig für ein paar Minuten an einem Hochzeits-Autokorso teilgenommen haben, der sich im Schneckentempo immer die Dorfstraße rauf- und runter bewegte.

Nett an unserem Zimmer ist übrigens, dass wir einen tollen Blick über das grüne Tal haben und es abends immer ein kostenloses Heulkonzert der hiesigen Füchse und Koyoten des gesamten Tals gibt. Sehr niedlich.


Kommentare (3)

  1. helga lippmann:
    2018-10-06 um 09:42

    Das sieht alles toll aus,aber warum habt Ihr alles kaputt gemacht ?? und Line muß wohl alles wieder aufbauen?!? Schön das Ihr warmes und trockenes Wetter habt. Die Haarbedeckung von Line gefällt mir sehr gut.

  2. helga lippmann:
    2018-10-06 um 09:47

    Jörg ist das Gejaule nicht von dem kleinem und mittlerem Hund ???? oder ??!?

  3. sister:
    2018-10-06 um 19:58

    Schafe siezen immer, bevor sie das Amt anrufen.
    Danke für die Straftat.


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