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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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World Selfie Center (Exit through the gift shop)

21.7.2018 Yogyakarta: Pünktlich um 6:00 fuhr der Zug in Jakarta ein und wir quälten uns aus den Sitzen, hievten die Rollrucksäcke aus der Gepäckablage und standen kurz danach vor dem Bahnhof. Der jugendlich-freundlich-wach-engagierte Fahrer des herbeigezauberten Grab-Taxis lies uns im Vergleich noch deutlich älter aussehen. Nach einer Viertelstunde waren wir bei der Unterkunft, die sich bei Booking.com zwar eher als Homestay anpries, in Wirklichkeit aber fast ein kleines niegelnagelneues, blitzendes Hotel war. Wir holten uns die Schlüssel und packten uns in die weichen Betten. (Schalter auf AUS).

Ein paar Stunden später gab es nach einer angenehm warmen Dusche ein kleines Mie-Ayam-Nudelpäckchen als Mittag (natürlich mit obligatorischem Ei) und wir haben einen Fahrer organisieren lassen, um nach einer Stunde Fahrt den berühmtesten historischen Punkt auf ganz Java zu besuchen, den Borobudur, einen mehr als 1000 Jahre alten, riesigen buddhistischen Tempel, angelehnt an die verschiedenen Ebenen des Universums, bekannt durch seine perforierten Stupas und seine hunderte Meter an beeindruckenden Reliefs. Dachten wir.

In Wirklichkeit ist hier aber das World-Selfie-Center.

Die Anlage ist natürlich wirklich beeindruckend und wenn man sich tatsächlich auch mal einen Teil der Reliefs auf den unteren Stufen ansieht, ist man auch ziemlich allein und kann etwas Athmosphäre einsaugen, aber auf den oberen, runden Stufen ist Selfie-Land, vor allem praktiziert durch die einheimischen Touristen. Die klettern auch ziemlich hemmungslos auf alles rauf, wenn die Perspektive besser ist. Wachen müssen die dann wieder runterpfeifen.

Der Welpe hatte sich vor seinen Eltern schon vorab nach oben begeben und hatte wohl sehr schnell einen Fanclub um sich herum. Vor allem dem eine Wächter hatte sie es angetan und er wollte sie überzeugen, dass sie doch prima seine Tochter werden könnte, sie würde sich auch toll mit seinem Sohn verstehen. Wenn sie morgen nochmal wiederkäme, bekäme sie auch kostenlosen Eintritt usw.

Wir blieben noch eine Weile dort sitzen, bevor wir vom Tempel und dem Hügel herabstiegen und den längsten, labyrinthischsten Gang durch eine Andenkenzone machen mussten, den man sich vorstellen kann. Die Händler haben dafür gesorgt, dass man tatsächlich an jedem einzelnen der hunderten Shops mit Tempel- und Buddhamodellen, Batik-Klamotten, T-Shirts, Holz-Kriegswaffen und sonstigem Tinneff vorbei muss. Well done!

1,5 Stunden später waren wir wieder im »Hotel«, haben kurz Sachen abgelegt und uns eine Restaurant-Empfehlung abgeholt: Silla, etwa 650m von hier. Das Taxi brachte uns hin (wir haben es sozusagen für den ganzen Tag gebucht). In dem großen Saal mit etwa 8 Kellnern, waren wir die einzigen Gäste und natürlich wurden wir bei jedem Bissen aus allen Winkeln des Ladens konstant beäugt. Die Bedienung sprach aber sehr gut Englisch und war äußerst freundlich und professionell. Wir bestellten Sushi, eine Gemüsemischung und Chicken Katsudon, also eher Japanisch/Koreanisch, aber das tat auch mal ganz gut. Außerdem sollte man immer das ordern, worauf sich ein Laden versteht. Beim Dönermann bestellt man ja auch keinen Zander. Futter war größtenteils auch ganz gut, Preis war in Ordnung. Den Vorschlag, des Fahrers, noch in eine Karaoke-Bar zu gehen, haben wir freundlich abgelehnt und sind müde und satt nach Hause gefahren.


Kommentare (3)

  1. sistet:
    2018-07-20 um 21:09

    Aufgabe gelöst. 1+ Bitte setzen!

  2. helga lippmann:
    2018-07-21 um 01:02

    verschenkt ( verkauft) mir bloß nicht mein Mäuschen (Welpe) !!! Auch wenn die Anlage neu ist, sieht sie aber sehr interessant aus.

  3. Polyesther:
    2018-07-21 um 02:58

    Die Tempelanlage ist 1200 Jahre alt.


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