Bumpy Ride, Scary Ride
2018-07-20 von frischnetz | Comments (1)
19.7.2018, Pramuka: Neben dem Packen fanden die beiden weiblichen Welpenbummler noch die Zeit, ein wenig zu Schnorcheln, bevor wir um 15 Uhr unser Fastboat nach Jakarta nehmen sollten. Und sie waren sehr erfolgreich, denn sie haben u.a. auch eine Karettschildkröte gesehen.
Wir sind auch nochmal um das östliche Ende der Insel herumgegangen, wo wir zu unserer großen Begeisterung die Inselmüllkippe entdeckten. Immerhin gab es ein paar Hütten, in denen offenbar Plastikflaschen und ähnliches herausgesammelt wurde. Aber der Rest sah furchtbar aus.
Im Wasser zwischen den Mangroven sahen wir aber wenigstens noch zwei große Warane vor uns flüchten. Einen kleinen Wald gab es auch noch, aber dann waren wir schon wieder rum, das ist doch wirklich eine sehr kleine Insel.
Wir haben nochmal ein kurzes scharfes Mittagessen zu uns genommen und sind dann auch schon los. Gut, dass wir schon kurz nach Halb am Anleger waren, denn die Fähre kam gerade an, lud nur schnell die Leute ein (namentlich aufgerufen), um schon ca. 20 vor wieder abzudüsen. Wer hier pünktlich ist, verliert!
Wir hatten wieder Plätze im Bauch des Schnellbootes, was wirklich ganz gut war, denn diese Fahrt war ob der deutlich rauheren See doch für die Fahrgäste auf dem Oberdeck eine deutliche feuchtere Angelegenheit, wie wir später feststellten.
Während der holperigen Fahrt gab es mehrere Male zum allgemeinen Verzücken der Fahrgäste deutliche Piepgeräusche, woraufhin die Maschinen stoppten und wir ein paar Minuten auf hoher See trieben und schaukelten – keinerlei Info, warum. Das trug natürlich zum allgemeinen Wohlgefühl bei und teilweise gab es auch ein Wiedersehen mit dem Mittagessen (glücklicherweise nicht bei uns und auch nicht in unserer Nähe.
Später erfuhren wir, dass es wohl alte Netze gab, die sich um die Schrauben gewickelt haben und die der Käpten durch leichte Rückwärtsfahrt wieder loswerden wollte.
Der Anleger war glücklicherweise diesmal nicht der matschige Fischerslum, sondern ein neuer, schicker kleiner Hafen. Wir nahmen ein hiesiges Taxi zum Bahnhof und schlugen uns dort gute drei Stunden um die Ohren, bis unser Nachtzug nach Yogyakarta abfahren sollte. Die verbrachten wir hauptsächlich in einem kleinen Dunkin Donuts (der fast alles hatte, nur kaum Donuts), weil der eine funktionierende Klimaanlage hatte und man sitzen konnte.
In einem anderen Laden ohne funktionierende Klimaanlage haben wir Mie Baso Ayam gefuttert und sind zum Zug. Das Ticket hatten wir online mit der App Traveloka gekauft (sogar mit Platzwahl). Man bekommt wie beim Flugticket einen Reservierungscode/Barcode. Mit dem geht man zum Checkin-Terminal, scannt den Barcode vom Telefon und druckt seine Fahrkarten/Boarding Passes. Vor dem Bahnhofseingang kontrollieren Soldaten zweimal Ticket und Reisepass und dann erst darf man in den Bahnhof und zwar nur direkt zum richtigen Bahnsteig.
Der Zug war geräumig und hatte eine Beinfreiheit, von der man im ICE nur träumen kann. Aber bescheuerterweise schalten die nachts das Licht kein bisschen dunkler, so dass es wirklich schwierig war, schön durchzuschlafen.
Kommentare (1)
helga lippmann:
2018-07-21 um 00:53
es sind wieder tolle Bilder und Gegensetze gegen einfach, modern und leider auch müllig. Ihr hättet doch tauchen und das Netz aus der Schraube lösen können hi, hi, hi !?!?!!
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