Ice, Kandy und die kürzeste Achterbahn der Welt
2017-08-25 von frischnetz | Comments (2)
2017-08-25 Kurunegala – Toast mit Dhal und Sambal … diese Mischung hatten wir noch nirgendwo zum Frühstück bekommen. Aber na gut. Marmite wurde uns dann auch noch angeboten, aber das muss nun wirklich nicht sein. Noch ein letztes Foto mit dem Welpen in einer der Kutschen und dann haben wir uns von dem sehr netten, hektischen Mr. Mangala verabschiedet und sind mit dem Tuktuk zum Kurunegala-Busbahnhof geknattert.
Der Bushof ist größer und wuseliger als andere, in denen wir hier waren, aber wir haben schnell einen A/C-Bus nach Kandy gefunden. Der Schaffner war allerdings extrem unzufrieden mit unserem Gepäck und maulte rum, dass es nicht in den Kofferraum passe (war allerdings auch ein relativ kleiner Bus) und quetschte meinen Rollkofferrucksack dann in den Fußraum eines Sitzes und verlangte, dass ich dort auch sitzen solle (wie denn, wenn man keinen Platz für die Füße hat?). Ich sagte ihm, dass ich auch gerne einen Extraplatz für die Koffer bezahle, dann gab er Ruhe. Schließlich hat er uns den doppelten Fahrpreis für die Koffer abgeknöpft, sie dann aber später doch noch jenseits der Sitze neben dem Fahrer verstauen können. Auch egal.
Der Bus hatte rausklappbare Sitze für den Gang und wurde komplett besetzt. Trotzdem musste der Schaffner dann noch während der Fahrt den Gang ganz nach unten durchgehen, um bei allen abzukassieren. Also mussten die alle nacheinander aufstehen und die Sitze wieder hochklappen. Was für ein beklopptes System.
Ziemlich viel Stau während der Ausfahrt aus Kurunegala und vor allem der Einfahrt nach Kandy ließen die Fahrtzeit für die 40 km auf fast 1,5 Stunden anwachsen. Am Bahnhof ließen wir uns absetzen, erkundigten uns nach Tickets nach Peter-Falk-Stadt und heuerten ein Pickme-Tuktuk an, um zum Hotel zu kommen. Im ersten Anlauf sahen wir absolut nichts, welches nach einem Hotel aussah und mussten wegen der vielen Einbahnstraßen nocheinmal um den ganzen Curd herumfahren. Im zweiten Anlauf half uns ein Mechaniker in einer winzigen Nebenstraße und wir fanden dann auch den Eingang: eine schmucklose Treppe zwischen vielen bunten Läden und Restaurants, mit einem kleinen schwarzen Hinweisschild.
Das Hotel ist aber wirklich sehr gut, gute Zimmer mit Fensterblick (toll, falls man zur Perehera hier ist), gemütliches Bett mit vielen Kissen, sauberes Bad, das nicht wie die ersten Klempner- und Fliesenversuche von Fünfjährigen aussieht, Klimaanlage und Saft als Begrüßung, gutes Wifi, zentrale Lage, kostenloses Beistellbett für das Kind, alles Tipp-Topp! Das ist alles noch kein internationaler Standard, aber hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben, dass auch alles so funktioniert wie gedacht und nicht nur so, wie es mit dem minimalst-möglichen Aufwand gerade noch zu erreichen ist. Letzteres ist leider der Normalfall in Sri Lanka.
Nach einer kleinen Entspannungspause im Zimmer sind wir dann nur noch ein wenig durch die Stadt gestromert. Als zweites zum sensationellen Eisladen, bei dem die Sorten in einem rotierenden Kühlkarussell dargeboten werden und man freundlich zum Probieren aller Sorten aufgefordert wird. (davor noch kurz Klamottengucken für den Welpen) Habe die Sorte »so ein spezielles sri lankisches grünes Chilli« (ich paraphrasiere) probiert: herzhafter Chillischotengeschmack – und fies scharf! Wir sind dann bei Himbeer- und Mango-Sorbets und Cappucinoeis hängengeblieben, der Welpe bei Schockflocken und Cookie-Eis. Extremst lecker, besser als viele Eise bei uns, aber auch ziemlich teuer: mehr als 1,50 EUR pro Kugel.
Vorm Fenster konnten die die wahrscheinlich kleinste Achterbahn der Welt vorbeitrudeln sehen und da das so absurd ausieht, sind auch einmal gefahren. Der Welpe und ich waren alleine drin und wir saßen natürlich ganz hinten! Sie ist so kurz, dass man die Strecke für den Eintritt ganze vier Mal durchfährt, sonst wäre alles schon nach ca. 20 Sekunden vorbei.
Wir haben dann noch unsere Simkarten aufgeladen, einen starken Eiskaffee im japanisch geführten (gut gekühlten) Natural Coffee (bekannt vom letzten Mal) eingenommen, bis es dunkel war und sind dann wieder ins EKZ in den sehr modernen Food Court, wo wir uns mit gutem indischen Tandoori-Chicken, Chicken Biriyani und Pad Thai vollgeschlagen haben.
Kommentare (2)
helga lippmann:
2017-08-26 um 19:19
na Ihr habt ja wieder einen sehr aufregenden Tag erlebt . Habt Ihr (C.) Kandy von T . Lotti auch gesehen ? ha ha !! ?? Eure kleine Achterbahn ist ja interessant , toll das Ihr beide Platz hattet .
helga lippmann:
2017-08-26 um 19:23
Line , sind Deine Eltern schon verrückt geworden ? oder liegt es am Eis
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