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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Billy-Ocean-Fanclub

2017-08-22 Trincomalee – Entgegen unserem Plan, endlich mal etwas früher zu unseren kleinen Ausflügen aufzubrechen, haben wir doch wieder so lange rumgetrödelt, bis wir wieder in der schönen warmen Mittagszeit unterwegs waren. Tja, Urlaub halt.

Auf einem Felsvorspring im Fort Frederick in Trinco gibt es den hinduistischen Tirukoneswaram Tempel, der sozusagen der Gründungsanlass für die ganze Stadt war. Der strategisch gut gewählte Zeitpunkt sorgte dafür, dass wir im – natürlich barfuß zu betretenden Tempel – die höchstmögliche Bodentemperatur hatten und dementsprechend würdelos von winzigen Schattenstück zu Schattenstück hüpften. Zumindest hatten wir uns an die Tempelregel gehalten, laut der man ihn nicht nach dem Genuß eines nichtvegetarischen Mals besuchen darf.

Der Tempel war wieder gefüllt mit buntesten Sagengestalten, Göttern, die sich Augen ausrissen, tanzende Dämonen mit 9 Gesichtern und 18 Armen, Riesenratten, die Käse horten, die übliche, tolle Menagerie aus dem unerschöpflichen hinduistischen Sagenpool.

Die Bäume rund um den Tempel waren seltsamerweise nicht nur mit Bändern, sondern auch noch mit kleinen Holzkonstruktionen gefüllt, die wie unbequeme Bänke oder sowas aussahen. Davon hingen so viele in den Bäumen, dass sich die Äste bogen.

Es gab aber auch einen schönen Blick auf die Bucht und die Stelle, an der wir letztes Mal getaucht sind und unter anderem auch die kleinen Statuen gesehen hatten.

Auf unserem kleinen Fußmarsch durch die größtenteils noch vom Sri lankischen Militär genutzte Festung, mussten wir neben vielen Tuktukfahrern, die es wieder komplett irsinnig fanden, dass westliche Touristen auch mal zu Fuß gehen, auch einen kleinen Hirschbock abwehren, der es auf des Welpen Eis abgesehen hatte. Rehe oder Hirsche liefen hier wirklich recht viele herum und die Army scheint es nicht zu stören. Und das Wild genießt sicher die relative Ruhe und die beeindruckenden alten Bäume.

Außerhalb des Forts war der Weg leider nicht mehr so schattig und so mussten wir zur Abkühlung in das steril-ungemütlichste Restaurant Sri Lankas einkehren, wo wir ein paar kalte Getränke schlürften. Anschließend schlurften wir dann etwas energetischer auf unserem Weg zum Busstand an einem sehr alten Friedhof und einem anderen Hindutempel vorbei, der leider schon geschlossen war, aber dafür von außen schon genug Farbflash lieferte.

Nachdem wir am Busstand von einem irre und chaotisch aussehenden älteren Mann am Schalter, der natürlich praktisch kein Englisch sprach, zu einem anderen, ebenfalls nicht zuständigen Schalter geschickt wurden, erklärte uns ein anderer Sri Lankischer Fahrgast, der Bus nach Kurunegala führe alle 45 Minuten und man könne gar nichts reservieren. Kurunegala muss man übrigens total schnell und schlurrig aussprechen, erst dann verstehen die Einheimischen, welchen Ort man meint. Das gilt für praktisch alle Ortsnahmen: Mo-no-ra-ga-la versteht keiner. Monragle alle.

Mit einem Tuktuk gings dann wieder zum Strand, wo der Welpe ENDLICH wieder ins Wasser und dort diverse Techniken, durch die Wellen zu tauchen, ausprobieren konnte.

Im wie immer guten Silver Beach Restaurant haben wir den Tag dann Stilecht mit leckeren Shrimps, Spießchen, Pancakes, Curd mit Kithul und natürlich Bier aus dem Teeservice ausklingen lassen. Morgen geht es dann leider schin wieder weiter.


Kommentare (4)

  1. Esther Kaun:
    2017-08-23 um 04:30

    Korrektur. Das Restaurant heißt Tonic's und gehört zu den Golden Beach Cottages. Mit Silber geben wir uns nicht zufrieden.

  2. DWW:
    2017-08-23 um 08:20

    Silber ist ja auch nur für Haare!

  3. helga lippmann:
    2017-08-23 um 12:25

    Ihr ward schon am gleichen Restaurant oder ???

  4. helga lippmann:
    2017-08-23 um 12:29

    Auf Sylt klauen die Möwen das Eis und hier die Rehe , so ist es halt öfter mal was anderes .


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