150km in 5 Stunden – für Resorts
2017-08-15 von frischnetz | Comments (0)
2017-08-14 Arugam Bay – Wieder steht ein Reisetag bevor, weiter nach Norden. 150km, eigentlich ein Klacks.
Erste Etappe: Nach dem Frühstück mit dem Tuktuk nach Pottuvil. Nachdem das erste Tuktuk Probleme hatte, unser Gepäck und uns aufzunehmen, weil der Fahrer sich zwei dicke Boxen in den ohnehin schon knappen Gepäckraum gebaut hatte, hat Nummer zwei (ein Piaggio Apé) dann keine Probleme gehabt. Der Bus soll in Pottuvil (5km) um 11 abfahren, also sind wir mit 10:30 mehr als pünktlich … dachten wir, aber der Bus fuhr – entgegen dem Fahrplan doch schon um 10:40 los – glücklicherweise noch mit uns. Wir haben aber auch ein anderes Travellerpärchen dort getroffen, die wegen dieser bekloppten Unsitte, viel zu früh loszufahren, jetzt dort getstrandet waren.
Glücklicherweise hatte wir okaye Plätze und es gab kein Gedrängel, der Bus ware allerdings erstaunlich langsam unterwegs. Wenigstens gab es laute Bollywood-Schmalzmusik!
In Batticaloa angekommen, hatten wir wieder Glück und haben praktisch ohne Verzögerung gleich in den Bus nach Kalkudah / Pasikuda umsteigen können. Das dauerte dann auch nochmal gut eine Stunde. Batti hat wenig Sehenswürdigkeiten, daher gilt ein alter, bunt bemalter Uhrenturm als sehenswert. Leider haben sie ihn in letzter Zeit einfach schlicht weiß gestrichen und die analoge Uhr durch eine hässliche grün-auf-schwarz-Digitaluhr ersetzt – die auch noch um mehr als 10 Minuten nach ging.
Ab der Endstation ging es dann nur noch ein paar Minuten mit dem Tuktuk durch eine etwas dröge Landschaft zu einer isoliert an der Straße stehenden Gruppe von Hotels und Guesthouses, die alle unserer Gastgeberin oder ihrer Verwandschaft gehören. Sie ist 75, heißt Victoria und hat hier das Sagen. Und sie hat einen ausgeprägten Strom(spar)fimmel. Unser Zimmer hat die meisten Lampen und Steckdosen, die wir jemals in SL in einem Zimmer hatten: 7, bzw. 5.. Aber als wir die zum Testen der neun(!) vollkommen durcheinander verschalteten Lichtschalter an der Tür mal alle anschalteten, gab es gleich einen kleinen Rüffel.
Nach kurzer Abkühlung unter der Klimaanlage wollten wir noch zum 2km entfernten Strand, und zwar zu Fuß nach der langen Sitzerei. Keine schlechte Idee, aber der nördliche Pasikuda-Abschnitt des Strands ist seit kurzen tatsächlich nahtlos mit Resorts zugebaut, so dass man von der Landseite keine Möglichkeit hat, durchzukommen. Wir haben also leider einen ziemlich weiten Umweg machen müssen, bevor wir endlich am Wasser waren – und den Strand etwas enttäuschend fanden. Das Wasser und auch der Strand sind teilweise wirklich sehr schön, aber weite Abschnitte sind von den Resorts sehr südeuropäisch zugebaut und mit Liegestühlen zugestellt worden. Man kann zwar trotzdem baden, aber uns gefällt die etwas ursprünglichere, nicht so zugebaute Landschaft doch deutlich besser. Wir haben uns etwas an den Rand verzogen, aber dort gab es zu viele Korallen zum Schwimmen.
Nach einem enttäuschenden kleinen Snack in einer der auf die Package-Touristen abgestimmten Strandbars zogen plötzlich sehr dunkle Wolken über den Strand und ein Wind zog auf, so dass wir unverzüglich ein Tuktuk suchten und schnell wieder zu unserem Guesthouse rasten, wo wir es riskierten, zwei Lampen auf einmal einzuschalten.
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