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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Mal müssende Karneval-Elefanten

2017-08-09 Monaragala – Nach einer etwas klammen Nacht (wegen des ungewöhnlich heftigen Regens gestern) wurden wir vom Licht und Gezirpe des Sonnenaufgangs geweckt. Zum Frühstück hatte Anusha süße Pfannkuchen aus Kokosmilch und Möhren gemacht. Sehr lecker, vor allem mit Kithul Treacle (Palm»honig«). Anschließend hat Benjamin uns etwas auf seiner Permakulturfarm herumgeführt, wo alles schön natürlich durcheinanderwächst: Diverse Sorten von Bananen, Mangos, Papaya, Maniok, Drumsticks, Jackfruit, Durian, Pfeffer, Ananas, und noch diverse Sachen, von denen wir noch nie gehört haben.

Den Nachmittag haben wir mit sinnvoll mit Faulenzen verbracht und sind dann nach dem natürlich wieder sehr leckeren Abendessen mit dem Tuktuk etwa eine Stunde nach Buttala geknattert, weil dort eine Perahera stattfand, ein mehrtägiges buddhistisches Tempelfest. Die etwas größere Variante gibt es fast zeitgleich in Kandy und es wird ein Riesen(zeit)aufwand getrieben (oder viel Geld investiert, um einen guten Platz entlang der langen Prozession zu bekommen. Alle Sri-Lanka-Touristen sind zur großen Perahera in Kandy und treten sich die Füße platt. Alle? Nein, eine kleine Gruppe sturer Traveller aus Germany hat sich entschieden, statt dessen nach Buttala zu fahren.

Der etwas außerhalb stehende Tempelbereich war mit vielen Lichterketten geschmückt, im hinteren Bereich wurden Elefanten präpariert und Tänzergruppen besprachen den Ablauf. Nach eine kleinen Runde um den großen und sehr alten, aber nur halbhohen Stupa, nahmen wir bequem auf einer Folie direkt am Weg Platz, die uns der Tuktuk-Driver organisiert hatte. Alles ohne Stress oder Getrete. Sehr angenehm.

Kurz nach 21 Uhr zogen dann Gruppen von peitschenknallenden Jungs, Feuerjongleuren, komplett verkleideten, teilweise nervös von einem Bein aufs andere wippende Elefanten, die wirkten, als müssten sie dringend, und sehr viele bunt verkleidete Tanz- und Musikgruppen vorbei, die teileweise traditionelle, teils Fantasiekostüme trugen. Ein wenig wirkte es wie ein südamerikanischer Karnevalumzug. Nach einer Stunde kam der wichtigste Elefant, der einen kleinen Schrein auf dem Rücken trug, wahrscheinlich irgendein Artefakt. Wirklich eine ganz schöne, interessante Veranstaltung, komplett ohne einen einzigen anderen Touri.

Dann noch ein Stunde zurück über Landstraßen mit deutlich überladenen Zuckerrohrlastern über unbeleuchtete Dschungelpfade. Die letzten 150m mussten wir wie immer alleine, nur mit unseren Taschenlampen als Lichtquelle zum Baumhaus finden. Jetzt noch eine mitternächliche Dschungeldusche (im dunklen, laut zirpenden und knackenden Wald, mit einer in den Busch geklemmten Taschenlampe und kaltem Wasserstrahl) und ins gemütliche Bett.


Kommentare (1)

  1. helga lippmann:
    2017-08-12 um 21:31

    die Fotos waren wirklich schön und bunt . Da habt Ihr ja schon weider etwas tolles erlebt . Weiter so .


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