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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Irgendwo im Nirgendwo

2017-08-08 Arugam Bay – Wir lieben ja Kontrastprogramme und haben in der Hinsicht mit der aktuellen Unterkunft bei Monaragala einen absoluten Volltreffer gelandet. Aber ganz von vorn:

Duschen, Frühstück, Packen. Dann den Welpen nochmal in der Arugam Bay baden lassen. Dann Abschied von unseren Freunden aus Berlin, die in zwei oder drei Tagen schon wieder nach Hause müssen. Dann also zum Bus.
Aufgrund einer unklaren Auskunft waren wir davon ausgegangen, dass der Bus einfach an einer Stelle auf der Hauptstraße hält, aber das war leider ein Irrtum, denn er fährt im nächstgrößeren Dorf, Pottuvil ab. Grrr. Also nach Potivil. Natürlich war der zeitlich passendste Bus, auf den wir es abgesehen hatten, schon weg und da wir und vor allem der Welpe keine Lust auf allzu lange Wartezeit und dann eine 3-stündige Bustour hatten, haben wir nach etwas Verhandlungen die Fahrt nach Monaragala für einen günstigen Preis per 3wheel erledigt. Wer die Dinger kennt, weiß, dass sie für drei Leute plus Gepäck eigentlich zu klein sind, daher war die Fahrt zwar relativ flott (1:25), aber auch recht unbequem.

In Monaragala wurden wir von einem sehr viel freundlicheren 3wheel-Driver abgeholt und nochmal eine gute halbe Stunde über immer kleiner werdenden Straßen durch die bedschungelte Landschaft gefahren. Teilweise waren das nur noch bessere Trampelpfade. Irgendwo, buchstäblich am Ende des mittlerweile nur noch aus einer Schneise zwischen den Bäumen mit Grasboden bestehenden Weges war ein kleines Tor, das aufgeschlossen wurde und wir rollten nochmal ein weiteres Stück zu einem freundlich aussehenden kleinen Haus, wo wir von Anusha, der Frau des Gastgebers begrüßt wurden.

Sie führte uns dann nochmal etwa 100m einen Pfad durch Plantagen und Dschungel zu einem kleinen Bach mit einem riesigen Baum mit zwei Plattformen, auf die mehrere sehr steile Holztreppen führen. Durch eine Falltür gelangt man auf die Wohnplattform. Und die ist wirklich der Hammer: eine fast runde Plattform um den Baumstamm, überall úberdacht, aber komplett ohne Wände, es gibt nur ein Geländer, dahinter nur Baumwipfel in sattem grün und direkt darunter ein Bach, der durch den Wald fließt.

Es gibt hier ein Doppelbed mit Moskitonetz, eine Sofamatratze, zwei Hängematten, ein nach innen abgetrenntes WC (nein, kein Plumsklo!), ein Waschtisch mit Spiegel und eine Art Mini-Küchenzeile mit kleiner Spüle, allerdings ohne Geräte. Das ist wirklich die entlegenste und eigenwilligste Unterkunft, in welcher wir je waren. Danke, AirBnB!
Leider ging kurz nach unserer Ankunft ein fetter Monsunregen mit Gewitter runter, der bis in den Nachmmittag anhielt und es sehr laut in unserer Unterkunft machte, weil sie von einem scheppernden Blechdach beschirmt wird.

Wir bekamen von Anusha in ihrem Haus (bzw. in ihrer Verandaküche) ein sehr leckeres Mittagessen (Reis mit Curries) und ebenfalls gutes Abendessen (ein namenloses, leicht süßliches Gericht aus Reis, Kokosmilch und Linsen)
Den Rest des Tages haben wir rumgegammelt und die Aussicht genossen. Und auf unserer Plattform ein paar Stunden heftigen Tropenregen abgewettert. Das ist wirklich das allerbeste, was man hier tun kann. Was für ein Kontrast zum coolen, überfüllten Touri-Bade-und-Surfspot Arugam Bay!


Kommentare (1)

  1. helga lippmann:
    2017-08-12 um 21:20

    das sieht ja sehr toll aus,da würde ich gerne wohnen . Bei dem Essen bekommt man richtig Appetit . Es sei Euch gegönnt .


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