Safari mit Drempels
2017-08-05 von frischnetz | Comments (1)
2017-08-03 Kirinda – um 5 Uhr ging es heute noch in der Dunkelheit los zur Safari durch den Yala-Nationalpark hier in der Nähe. Als erstes mussten wir aber mit dutzenden anderen Jeeps am Eingang warten, bis unser Fahrer einen Guide und Karten besorgt hatte. An der Vergabestelle gab es unter den Fahrern und Guides einen ziemlichen Aufruhr, weil angeblich jetzt nur noch eine einzige Strecke durch den Park erlaubt sein sollte. Ob das wirklich so war, wissen wir aber nicht, denn alle Jeeps sind offenbar heute trotzdem kreuz und quer auf den befestigten Sandpisten durch den Park gefahren. Jetzt ist hier Trockenzeit und entsprechen karg ist die Landschaft und Tierwelt. Aber trotzdem haben wir einiges zu Gesicht bekommen.
Unser Guide erzählte, dass er schon 73 sei und in einem halben Jahr in Rente geht. Er hatte einen unglaublichen Blick und entdeckte rasend schnell alle Krokodile an einem Wasserloch, kleine grüne Vögel in einem grünen Busch und hundert Meter entfernte Eisvögel, Ibisse, Marabous, Hornbills, Reiher, Hasen, Mangusten usw. Wir konnten immerhin Elefanten und Wasserbüffel recht zuverläsig identifizieren. Das Glück einen Leoparden zu sehen (und der Verzuchung zu widerstehen, ihn zu küssen), hatten wir leider nicht. Aber ein Lippenbär lief uns über den Weg. Den wollen wir auf keinen Fall küssen, trotz des Namens.
Bekloppterweise fand man es wichtig, auf der sehr ruckeligen Sandpiste auch noch alle 100m sandige Speedbraker (niederl.: Drempels) zu installieren, was zu ständigem, sehr umweltfreundlichen Bremsen und Beschleunigen führte und außerdem dazu, dass ich einmal mit dem Kopf bis an die Harte Wagendecke geworfen wurde. Nicht sehr angenehm … Selbst die Strecke zum Park (eine sauber verlegte neue Asphaltstrecke) hat mat mit diesen sinnlosen dicken Bodenwellen verunstaltet. Oft fahren die Fahrer einfach dran vorbei …
Nach der Rückkehr ins Domizil haben Carson und Mrs Hughes Tee, Obst und Pommes gereicht und wir uns dann in unsere Hängematten zu einem kleinen Päuschen zurückgezogen.
Am späten Nachmittag sind wir dann noch den Strand entlang bis zum Strandtempel und dem kleinen Ramschmarkt dahinter gegangen. Dort ist ein recht wenig welliger Strand, weil ein großer Wellenbrecher diese Bucht schützt. Aber der Strand ist durch die rege Nutzung durch die Locals auch leider ziemlich vermüllt. Der Blick vom Tempel ist toll, der Tempel selbst nicht so richtig interessant. Auf dem Weg haben wir zwei lokale Fischer gesehen, die nur mit einem Autoreifenschauch und Flossen bewaffnet mit einem Netz durch die mindestens drei Meter hohe Brandung schwammen. Ob sie Netze ausgelegt oder direkt mit ihnen gefischt haben, konnten wir nicht sehen, aber wir hatten ziemlich offene Münder, als wir sahen, wie knapp sie zwischen den gefährlichen Felsen hindurchschwammen.
Mrs Patmore hat uns heute Abend zum Abschluss des gelungenen Tages dann noch mit Reis, Dhal, Kartoffelcurry, Fischcurry, süßes Auberginencurry und Kokos-Sambal verwöhnt. Wieder: Sehr sehr lecker, vor allem das seltsame Auberginenzeugs!
Kommentare (1)
DWW:
2017-08-21 um 09:09
So, ich mal wieder, ackere mich jetzt hier durch ... Wenn es mal irgendwann klappt, setze ich mich mit meinem Neffen vor den Blog und wir bestaunen die Tiere. Dazu gibt es dann - für mich - irgendwas Leckeres mit Auberginen :-)
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