Von Galle nach Ella
2016-08-23 von frischnetz | Comments (0)
21.08.2016 – Galle – Das ganz passable Wetter in Galle legte einen Standbesuch nahe (und der Welpe auch), also sind wir mit dem 3w auf Empfehlung des Besitzers der Unterkunft zum »Jungle Beach« gefahren, einer kleinen Bucht gegenüber dem Fort, dort waren die Wellen, die sich an den Felsen rund ums Fort brechen, weniger stark und auch das Wasser war etwas sauberer. Man klettert von der Straße einen steilen Pfad durch den Wald zum Stand runter, dort stehen ein paar einfache Liegestühle und eine kleine Strandbar. Viele Locals und ein paar Touris tobten in den Wellen. Der Strand war in Ordnung und das Wasser war wieder etwas erfrischender. Nach einem kleinen Abstecher bei der japanisch finanzierten Peace-Pagode, fuhren wir wieder zum Guesthouse, weil der Welpe Bauchschmerzen hatte.
Gegen Abend waren wir dann noch zum Futtern im Fort im Lucky Fort Restaurant, welches klein, fein und sympathisch ist (also gut zu uns passt) und im Grunde nur ein Gericht anbietet: 10 Curries und Reis. Der Name ist Programm: Zum Reis gibt es 10 kleine Schälchen mit unterschiedlichen Curries, fast alle ziemlich lecker! Nach einem Eis für alle ging es schon wieder zum Packen ins Guesthouse, weil wir am nächsten Morgen mal wieder früh raus mussten, denn der beste direkte Bus nach Ella fährt nur um 5 Uhr morgens.
22.08.2016 – Galle / Ella – Als wir um 4:45 am Bus ankamen, war der Bus natürlich schon ganz voll. Aber wie immer wurden wir trotzdem reingequetscht und bekamen sogar Sitzplätze in der letzten Reihe. Und das war auch verdammt gut, denn der schon komplett gefüllte Bus wurde während der ersten Kilometer noch deutlich weiter gefüllt. So weit, dass trotz des – natürlich – halsbrecherischen nächtlichen Fahrstils mehrere Leute weit aus der offenen Tür hingen.
Nach etwa sechs Stunden, einem Futterstop und 20 Minuten Wartezeit an einem Zwischenstopp mit singendem Bettler kamen wir in ca. 1000m Höhe in Ella an.
Ella liegt in einer tollen bedschungelten Berggegend mit vielen Teeplantagen. Dass es hier schön ist, hat sich bei vielen Touris rumgesprochen und so gibt es hier Unmengen auf selbige ausgerichtete Restaurants und Coffee/Tea-Bars und natürlich auch unzählige Guesthäuser. Wir haben als erstes einen Lavazza-Kaffee eingeworfen und sind dann mit dem 3w zum »Nice View Guesthouse« gefahren. Es liegt etwas außerhalb mitten in einem steilen Garten mit teilweise sehr hohen Bäumen und einem schönen Blick auf Ella Rock. Bei einem Tee sind wir ein paar Stunden auf der gemütlichen Veranda versumpft, wobei ich erstmal für 1,5 Stunden vom Hauskater Mickey belagert wurde, bevor wir zum Futtern und Fahrkarten kaufen nochmal mit dem besengten Local Bus in die »Stadt« gerast sind.
Im Chill Café haben wir dann zur Abwechslung eine wirklich äußerst passable Pizza gefuttert und in den bequemen Sesseln gechillt.
23.08.2016 – Ella – Da wegen der Baustelle auf der Straße in die Stadt der ganze Verkehr gestoppt wurde, sind wir dann doch zu Fuß in die Stadt gelaufen, um auf den »Little Adams Peak« zu wandern, der auf der anderen Seite liegt. Der Weg führt u.a. durch schöne Teeplantagen, die eigentlich immer nur wie Versammlungen von Hecken aussehen. Nach einigen Stufen ist man auf dem Gipfel, ungefähr auf 1200m, mit einem tollen Blick auf die Umgebung und Ella Rock, wobei letzterer durch einen größeren Waldbrand vor ein paar Tagen etwas kahl aussieht. Es war noch ziemlich sonnig als wir ankamen, aber es zogen schon wieder dunkle Regenwolken auf.
Über einen versteckten kleinen Trampelpfad, den wir auf unserer Online-Wanderkarte gefunden haben, sind wir dann auf der anderen Seite vom Gipfel wieder runter und wieder zur Straße gelaufen. Von dort gings mit einem 3w zum Ravena-Wasserfall, den man gut von der Straße aus sehen kann. Die Locals nutzen den kleinen See unter der Kaskade als Badezimmer für das tägliche Vollbad, Männer seifen sich ein und baden in Unterhose/Badehose, die Frauen wickeln sich ein langes Tuch um und schaffen es, eine komplett diskrete Komplettwäsche im Tuch zu vollführen und sich dann darin auch umzuziehen.
Wo (kaltes) Wasser ist, ist der Welpe nicht fern und war schon nach ein paar Minuten ein kleines blondes Mädchen unter den baden- und tobenden Srilankern und auch der mittlere Hund hat sich mit ins Wasser gesellt, obwohl der fast keine Wechselklamotten dabei hatte. Die Srilanker sind bei sowas immer sehr amüsiert und ermutigen einen, mitzumachen. Man hat nie das Gefühl, ein lästiger Fremdkörper zu sein.
Zum Aufwärmen haben wir in der »Stadt« in einem Rotti-Laden Rotti bestellt. Ich wollte eigentlich nur einen einfachen mit etwas typischer, scharfer Sambal-Kokos-Paste. Der Kellner meinte, das ginge auf gar keinen Fall, ich müsse ein ganz anderes Gericht mit Gemüse und Fleisch bestellen, um auch die Paste zu bekommen, aber mit Plain Rotti geht das nicht. Daraufhin hatte ich gesagt, dann möchte ich nichts bestellen, weil der Welpe einen Plain Rotti bestellt hat, den ich sowieso dann später noch aufessen müsste. Das konnte er gar nicht verstehen und bot mir noch mehrere andere Gerichte an, die ich alle ablehnte. Schließlich brachte er für den Welpen einen Plain Rotti.
Und natürlich Sambal-Kokos-Paste …
Dazu hatten wir je einen Pott Tee bestellt und erwartet, so 2–3 Tassen zu bekommen, aber jeder hat jeweils ungefähr einen ganzen Liter bekommen. Wenigstens war der sehr lecker, sogar der Welpe hat eine Tasse Earl Grey genommen!
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