Reise und Speise
2016-08-17 von frischnetz | Comments (1)
Anuradhapura / Jaffna – 16.08.2016 – mit einem sehr viel größerem 3w als sonst ging es laut klatternd zum Bahnhof, um den 9:10-Zug nach Jaffna zu nehmen, ganz bequem in der ersten Klasse mit A/C. Schön drei Stunden Dösen und Lesen, toll!
Der war wirklich sehr in Ordnung, aber das Gleis war so krumm und ausgeleiert, dass wir heftiger durchgeschaukelt wurden als auf den Busfahrten. MIt etwas Mühe ging es dann auch irgendwann mit dem Lesen …
So hoch im Norden sah die Landschaft langsam immer flacher und mehr nach vertrockneten Feldern aus als im saftiggrünen Süden. Nach drei Stunden waren wir dann in Jaffna und wurden von unserem Homestay-Gastgeber persönlich per eigenem 3w abgeholt. Er ist Schweizer, hat eine ebenfalls schweizerische Freundin, die aber gebürtige Tamilin aus SL ist. Sie vermieten per Airbnb ein bis zwei Zimmer unter.
Ihr Haus liegt etwa 15 MInuten außerhalb der Stadt in einem Dorf, hat einen schönen Garten mit Kokos- und anderen Palmen, Bananen, Muskatnuss, Granatapfel, Guave … Es gibt 3 Hunde und viele Streifenhörnchen, eine Dusche im Garten (Wasser kommt aus dem eigenen Brunnen). Im Haus wohnt auch noch die Oma und manchmal auch noch eine Tante. Das ist wirklich die persönlichste und »sri lankischste« Unterkunft, die wir je hatten, die beiden sorgen sich super um uns und wollen uns die ganze Gegend und die Menschen näherbringen.
Erster Stopp nach dem ersten Verschnaufen im Zimmer war ein kleiner hinduistischer Dorftempel, in dem gerade ein Fest stattfand, Teil des Festes ist kostenloses Essen im Tempel für alle. Und so bekamen wir dann auch sofort aus Eimern mit der Kelle auf Bananenblätter gekippt Reis und verschiedene Curries, Dhal und u.a. eine schrecklich unlecker grau aussehende Auberginenpaste, die aber wirklich sehr lecker (auch dem Welpen) schmeckte. Gegessen wurde natürlich mit den Fingern. Was bei Pommes und Pizza noch einigermaßen elegant abläuft, ist bei Reis und Curry allerdings eine sehr matschige Angelegenheit. Die Einheimischen haben sich amüsiert, freundlich gelächelt, Fotos mit dem Smartphone gemacht und – wie Heyu, unsere tamilische Gastgeberin sagte – schon alles gleich auf Facebook gepostet …
Nach einem Eis als Nachtisch, haben wir haben dann noch ein wenig mit den Kindern und den Leutem im Tempel gesprochen und Quatsch gemacht und sind wieder ins Mango Tree Homestay gefahren. Die beiden Gastgeber erzählten, dass zu der Feier auch gehört, dass sich ein paar Jugendliche an Haken, die durch die Rückenhaut gezogen werden, an einem Wagen aufgehängt und dann durchs Dorf gezogen werden. Diesen Teil haben wir aber leider nicht gesehen …
Zum Abendessen sind die beiden dann später noch zu einem kleinen Laden gefahren, wo es leckeres Kottu für uns und Stringhoppers für den Welpen gab.
Schonmal ein sehr vielversprechender erster Tag hier. Soviel sehr freundlichen Kontakt mit den Leuten hier hatten wir gar nicht erwartet!
Kommentare (1)
DWW:
2016-08-18 um 16:09
W H A T ??? Durch die R ü c k e n h a u t ? Ist der 16.8. dort das Pendant zum 1.4. bei uns??? Nicht alles glauben, nicht alles essen ... huargh ... Aber Ihr seht sehr entspannt aus, und überhaupt hören sich die Tagesbeschreibungen alle an, wie stressfreier Hin- und Herreiseurlaub in einem sehr sehr schönen Land. Hätte ich nicht gedacht, weiß auch nicht warum. Vielleicht wegen der Nähe zu Indien.
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