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Welpenbummler

The blog formerly known as »Getürmt nach Hanoi«

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Beware of frogodiles

13.08.2016 ­– Nilaveli / Anuradhapura – Der/Die/Das allereste Tuk-Tuk/Threewheel/Rikschaw mit Sicherheitsgurten(!) brachte uns nach Trinco, um den Bus nach Anuradhapura zu nehmen. Natürlich wollte uns der Fahrer weißmachen, mit seinem Gefährt sei es doch nur unwesentlich teuerer (sprich: ca. 1000%) als mit dem ungequemen Bus, aber wir blieben hartnäckig. Der gewünschte Bus war schon da und nach allen normalen Maßstäben war nicht nur der sein Kofferraum, sondern auch der Innenraum komplett belegt. Aber man wollte uns offenbar unbedingt nach Anuradhapura bringen, deshalb wurde die berühmte Srilankische Passagier-Rochade angeworfen und nach genügend Geschaufel war plötzlich noch Platz für uns und unser Gepäck. Gut, der Welpe musste auf einem Kofferstapel sitzen, fand er aber gut.

In gut drei Stunden mit etwa 42400 Stopps und ein paar im Bus erworbenen vegetarischen srilankischen Köttbullar waren wir in Anur… und nach einer 10-minütigen Rikshaw-Fahrt im Orchid Palace Guesthouse, einer nagelneuen kleinen Villa, die neben ein paar Privaträumen auch jede Menge riesige Gästezimmer umfasst. Alles neu und glänzend!

Seltsam nur, dass sie ein Froschproblem haben. Bei der kurzen Handwäsche saß plötzlich ein kleiner im Waschbecken und einer klebt in einer Badezimmerecke kurz unter der Decke(!) und pennt.

Pennen war eine gute Idee und das haben wir nach der langen Fahrt auch erstmal getan.

Am späten Nachmittag sind wir dann nochmal in die Stadt aufgebrochen, um im sehr aufgeräumten Bahnhof ein paar Fahrkarten für den Zug nach Jaffna zu besorgen. Der Welpe ist während der Wartezeit am Schalter noch im Tuktuk eingeschlafen. Die halbe Tablette gegen Reisekrankheit war wohl doch noch zu viel …

Mit den frisch erworbenen Zugtickets erster Klasse in der Tasche ging es zum Isurumuniya-Tempel, der etwas abseits am Stausee liegt. Es ist eigentlich nur eine kleine Ansammlung riesiger Felsen, um die herum ein paar Tempel gebaut wurden. Über ein paar Treppen kann man raufklettern und hat eine nette Aussicht. Viele Srilanker haben das auch gemacht. Wir natürlich auch. Das Geländer an der obersten Stelle ist netterweise nicht nur furchbar niedrig, sondern auch noch extrem spitz gefeilt worden, wahrscheinlich, damit herunterfallende Pilger im letzten Moment noch vom Geländer durchbohrt werden und hängenbleiben. Wer nicht runterfällt kann dann oben natürlich wieder überall Geld spenden, z.B. in einem Käfig voller weißer Tücherknoten.

Also ein netter kleiner Ort, gut für die Abendstimmung. Beeindruckender ist allerdings der Teich, der außen vor dem Tempelbereich neben dem Parkplatz liegt: »Beware of Crocodiles« steht auf Schildern drumherum. Und die Polizisten und Mönche am Eingang haben ganz ernsthaft bestätigt, dass unter diesen Seerosen wirklich große Krokodile wohnen, man könne die hin und wieder z.B. unter der Brücke sehen. Und das alles ohne Zaun!

Zum welpentauglichen Abendessen sind wir dann zu – ja, wirklich! – Pizza Hut gefahren, ein stark gekühlter, lärmiger Laden mit fetter Stereoanlage neben der Eingangstür, die die Umgebung mit Hard Rock beschallt. Die Pizzen (Tandoori Chicken und Mutton Masala) waren sehr lecker, aber das Futter für den Welpen dauerte leider eine Ewigkeit. Etwas verplant, die Jungs hinter dem Tresen …



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