Unterm Wolkenpass
Als wir am Freitag morgen vom Balkon sahen, hatten wir kurz das Gefühl, der Vietcong würde mit bewaffneten Truppen in die Stadt einmarschieren. Grüne Soldaten mit Kalaschnikows rannten die Straße entlang…
Aber es war wohl nur eine Art Marathonlauf, an der die Armeeleute auch teilnahmen. Sie hatten zu ihren grünen Kampfdresses alledings keine Stiefel an, sondern Turnschuhe, einer sogar goldene Ballettschuhe.
Auf diesem Schreck gabs wieder ein Superfrühstück im Tam Tam Cafe. Wir können uns dort aber wohl nicht mehr so oft sehen lassen, denn diesmal hat die Maus sich immer hinter den Tresen geschlichen und dort die Kühlung für die Auslage ausgeschaltet.
Der Rest des Vormittags wurde vom weiblichen Teil der Fonzies mit Shoppen bestritten, vom männlichen mit Umherwandern und Marktbesichtigungen. Die Marktfrauen hier sind teilweise ganz schön kiebig, an mehreren Ecken dieses matschigen und nach Fisch riechenden Marktes wurde untereinander ganz schön gefetzt. Na und wenn dann noch ein blöder Touri mit Kamera im Weg rumsteht…
Gegen frühen Nachmittag ging dann unser Bus nach Hue, netterweise direkt vorm Hotel. Über merkwürdige Matschfelder ging es im Regen gen Norden. Der Reis wächst zu dieser Jahreszeit hier nicht, was der Optik der Landschaft etwas abträglich ist. Die Strandgegend um Da Nang sieht dann aus, als wenn der große Bauboom gerade losgeht und die Landschaft entweder in eine First-Class-Nobelresortgegend verwandeln wird - oder in eine Bauruinenansammlung, vermutlich letzteres.
Nach Da Nang beginnt eigentlich der umrühmte Wolkenpass (der dieses Mal wirklich maximal 10m der fantastischen Aussicht präsentiert hätte), aber unser Bus nahm den neuen Tunnel durch den Berg. Nach weiteren 2 regnerischen Stunden erreichten wir Hue. Mit unserem riesigen Gepäckberg sind wir recht geräumig im Phong Nha Hotel untergekommen.
Uns war u.a. auch freies WLAN versprochen worden, aber wir bekamen irgendwie nichts durch die Intertubes. Passenderweise war der WLAN-Router nicht passwortgesichert und so konnten wir die Ursache schnell auf ein loses Kabel eingrenzen. Wir mussten dann nur noch den Nachtportier überreden, uns unten an die Kabel zu lassen und schon lief der Laden wieder. Anschießender Kommentar des überrumpelten Portiers: “Where are you from?” - “Germany.” - “Ah…” (wissendes Nicken). Ups! Haben wir da Länderklischees bestätigt?
Dezember 21st, 2008 at 19:48
Die goldenen Schuhe sind doch nur zur Tarnung, damit man die Knarre nicht bemerkt. Hoch interssant finde ich auch die eigenwillige, aber sichelich sehr durchdachte, Versorgung mit Strm und Telefonleitungen.
Wir hatten schon sehnsuechtig auf den Reisebericht gewartet, wussten aber durch Esthers sms, dass ihr nicht verschollen seid.
viele liebe Gruesse
Ruediger
Dezember 22nd, 2008 at 04:27
Wenn es weiter so viel regnet könnt Ihr ja viele Mitbringsel kaufen ich freu mich schon drauf hi,hi,hi,
Gruß Modder u Oma